der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St.Gallen |
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Ausgabe 04/2006 ![]() Diese Ausgabe als PDF |
«In der Vielfalt zuhause» – Programm zum Bodensee-Kirchentag erschienenMit seinen 99 Veranstaltungen vom 5. bis 7. Mai bietet der 12. Bodensee-Kirchentag in St.Gallen eine kaum überblickbare Vielfalt. Drei Personen aus dem Kanton haben auf Anfrage hin im 55-seitigen Programmheft geblättert.
Nächtliche EinladungEs ist neun Uhr abends. Das Telefon klingelt. Am Hörer ertönt eine mir unbekannte Stimme. Er habe meine Nummer vom Pfarrer, so der Sprecher, und wolle mich anfragen, ob ich nicht einen kurzen Text zum Bodensee-Kirchentag schreiben könnte. – Ich hätte diesen leider nicht besucht, so meine Antwort, worauf erwidert wird, dass dieser ja erst im Mai stattfinden würde. Ertappt – ich habe keine Ahnung, wovon dieser Mann spricht! Nun gut, nach einer kurzen Erklärung seinerseits verspreche ich ihm, mir die Informationen im Internet anzuschauen und mich danach zu entscheiden, ob ich schreiben werde oder nicht. Schön, es eile aber mit dem Text. Wenn möglich bis übermorgen. Auch das noch! Wir verabschieden uns. Ich lege den Hörer auf und öffne die entsprechende Homepage. «In der Vielfalt zuhause» heisst das Thema. Beim Überfliegen der Website wird mir klar, dass die Veranstalter dieses Thema beim Wort nehmen. Dass sich unsere Kirchen mit immer vielfältiger werdenden Umfeldern und Bedürfnissen auseinander setzen, wird an der Vielfalt des Angebotes sichtbar. Ich finde ein über 50 Seiten starkes Programm und lese zuerst selektiv und kühl. Was machen sie für die Jugend, wo bieten sie etwas für die Kinder an, was finden Traditionsnahe und Neudenker? Meine Neugier ist geweckt. Bald schon aber bin ich fasziniert von der Vielfalt an Wegen und Versuchen, mit welcher die Veranstalter unserer vielfältigen Gesellschaft begegnen und sie auf der Entdeckungsreise zum vielfältig Göttlichen begleiten. Obwohl ich nicht alles passend finde, passt mir sehr viel. So viel, dass ich im Moment gar nicht weiss, wofür ich mich entscheiden soll. Eines weiss ich aber: Ich werde etwas über diese Veranstaltung im Mai schreiben. Nicht alle haben das Glück, via Telefonanfrage auf diese spannenden Tage aufmerksam gemacht zu werden. Dafür haben Sie hier aber diesen Text. Armin Soller, Alt St.Johann
Mit Gästen unterwegsJa, sicher werde ich dabei sein. Das Programmheft, das nun vor mir liegt, bietet wahrlich ein reichhaltiges Programm! Für mich ist es das erste Mal, dass ich am Bodensee-Kirchentag teilnehmen werde. Die Auswahl fällt nicht leicht! Freunde aus dem süddeutschen Raum werden über diese Tage bei mir zu Gast sein, sicher besuchen wir einige Veranstaltungen gemeinsam. An Hand des Flyers habe ich mir eine Reihe von Anlässen angezeichnet, die mich locken – nun finde ich im Programmheft noch Details dazu. Wonach werde ich mich richten? Möchte ich vor allem die Gelegenheit nutzen, Neues, mir Fremdes kennen zu lernen, oder eher Altbekanntes geniessen? Ganz sicher will ich das Gespräch mit Gret Haller am Freitagabend nicht verpassen. Ihre reiche Erfahrung mit Grenzüberschreitungen interessiert mich. Von den Workshops locken mich unter vielen andern diese: Welche Kirche braucht die Zukunft? Aber auch ein Angebot aus dem Bereich Gerechtigkeit, Frieden, Mitwelt: z.B. Christen wollen eine andere Wirtschaft. Oder: In der Heimat war ich geachtet. Mit meinen Gästen lohnen sich zur Abwechslung sicher auch ein Stadtspaziergang, um ihnen etwas von der Geschichte St.Gallens zu zeigen, sowie ein Angebot aus dem musikalischen Bereich. Gespannt bin ich, wie sich spontane Kontakte zu Gästen aus der ganzen Bodenseeregion ergeben. Dass der Auftakt wie auch der Abschluss auf dem Klosterhof dazu gehören, ist für mich selbstverständlich. Nun bleibt nur zu hoffen, dass uns frühlingshaftes Wetter begleiten wird und dieses die vielfältigen Begegnungen bereichert. Ursula Steiger, St.Gallen
St.Gallen bei NachtDen Bodensee-Kirchentag im Mai möchte ich gerne mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen erleben. Ich habe das Programmheft durchgeschmökert und bin bei der Kirchennacht hängen geblieben. Mit der Nacht der Kirchen möchte ich die Jugendlichen zu einem bleibenden Erlebnis motivieren – zusammen mit ihnen die Angebote auslesen und ganz dem Motto des Heftes entsprechend in dieser Nacht von Ort zu Ort pilgern. Ich finde in den verschiedenen Kirchen sehr interessante Angebote. Angesprochen haben mich folgende: Turmbesteigung und kurze Einführung in die Geschichte der Kirche (St.Laurenzen). Es ist sicher eindrücklich, die Stadt in der Nacht zu überblicken und in der engen Turmstube etwas über die Geschichte der Stadtkirche zu erfahren. Weiter würde ich gerne bei den heissen Djembe-Rhythmen (Schutzengelkapelle) mittrommeln. Spannend und viel versprechend tönen die Angebote «Installation zur Wiborada» (St.Mangen) und «nu company – rhythm’n’gospel» (St.Katharinen). Bei diesen zwei Angeboten erwarte ich etwas nicht Alltägliches zu sehen und zu erleben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir das Kirchenkino besuchen und den Abend eher ruhig mit dem Stadt-Gebet in der Schutzengelkapelle von 23.30 bis 0.15 Uhr abschliessen. Meditation mit Taizé-Gesängen ist sicher ein sehr schöner und andächtiger Abschluss. Peter Bruderer, Rorschach Bodensee-Kirchentag: 5.–7. Mai |
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