der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St.Gallen |
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Ausgabe 03/2010 ![]() Diese Ausgabe als PDF |
14. Internationaler ökum. Bodenseekirchentag in Radolfzell, 23.–25. April / Nationale Integrationswoche und «Blickwechsel» vom 22. bis 27. März 2010 / Virtueller Stadtrundgang HEKS ringt um einen neuen Namen / Gegen Hexengeschichten / SEK zur Abstimmung am 7. März / Erneute Kruzifixdiskussion
14. Internationaler ökum. Bodenseekirchentag in Radolfzell, 23.–25. AprilDie Fragen zu Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung werden zentrale Themen des Kirchentages sein – bedeutende Umweltorganisationen haben ihren Sitz in Radolfzell, ebenso der interreligiöse Dialog, da in Radolfzell der Gedanke vom Welt-Kloster zu Hause ist. Es soll ein Kirchentag der kurzen Wege werden: Die grösste Entfernung zwischen Tagungsstätten beträgt 15 Minuten Gehzeit. pd
D-78315 Radolfzell, Tel. 0049 (0)7732 / 2014 ramsauer@christuskirche-radolfzell.de Internet: www.bodensee-kirchentag.de Nationale Integrationswoche und «Blickwechsel»vom 22. bis 27. März 2010 Diesen Frühling findet zum ersten Mal die nationale Integrationswoche von HEKS statt. In sechs Region, so auch in St.Gallen, finden «Blickwechsel» bzw. Begegnungen statt zwischen prominenten Persönlichkeiten und Begünstigten von HEKS. Auch die HEKS-Regionalstelle Ostschweiz lädt ein zur nationalen Integrationswoche. Integration bedeutet, einen Schritt aufeinander zuzugehen und die andere Seite wahrzunehmen. «Blickwechsel» ist deshalb das Thema dieser Integrationswoche. Ziel ist es, den sozial Benachteiligten in der Schweiz eine Stimme zu geben und auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Weiter sollen die Anliegen von HEKS im Bereich der sozialen Integration in der Öffentlichkeit grössere Bekanntheit erlangen. Diese Öffentlichkeitsarbeit findet auf zwei Ebenen statt: In jeder Region, in der HEKS tätig ist, finden Stadtrundgänge statt zum Thema soziale Integration. In St.Gallen zeigt HEKS während der Integrationswoche in einem Zelt auf dem Bahnhofsplatz drei Porträts von Teilnehmenden aus HEKS-Projekten und nimmt Sie mit auf einen virtuellen Stadtrundgang unter dem Motto «Soziale Integration – einen Schritt aufeinander zugehen». Virtueller StadtrundgangIn diesem virtuellen Stadtrundgang stellt HEKS sich und seine Projekte vor sowie auch andere Organisationen, die in St.Gallen tätig sind und konkret durch ihr Wirken zur sozialen Integration beitragen. Am Freitagabend wird im Zelt zum Abschluss der Integrationswoche ab 17 Uhr ein Apéro serviert. Weiter finden in der Integrationswoche in jeder Region «Blickwechsel» zwischen prominenten Persönlichkeiten und Begünstigten von HEKS statt. Die HEKS-Regionalstelle Ostschweiz konnte dafür Dr. Pierin Vincenz, den CEO der Raiffeisenbank, gewinnen. Er wird in der Integrationswoche Amros Kübler besuchen, der bei HEKS TG job in Amriswil in der Velowerkstatt arbeitet, und umgekehrt wird der Teilnehmer des Arbeitsintegrationsprogramms Pierin Vincenz an seinen Arbeitsort begleiten. Mit seinen Aktionen und Projekten leistet HEKS einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration von benachteiligten Menschen. Aber soziale Integration funktioniert nur, wenn wir alle einen Schritt aufeinander zugehen! Das Dossier zum Thema soziale Integ-ration kann auf der Homepage von HEKS,www.heks.ch/Inlandkampagne, heruntergeladen werden. pd HEKS ringt um einen neuen NamenBereits über 2200 Personen haben sich an der Abstimmung beteiligt, die das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) lanciert hat: Die Öffentlichkeit wird dazu aufgerufen, zwischen dem aktuellen Auftritt HEKS und einem der zwei neu geschaffenen Begriffe «Respecta» und «Vitalibra» auszuwählen. kipa Gegen Hexengeschichten«Nicht Muslime machen uns Kindergärtnerinnen das Leben schwer, sondern radikale Christen.» So zitiert eine Pendlerzeitung eine Kindergärtnerin. Radikale Freikirchler machten Druck gegen Hexen- und Feengeschichten, gegen Fasnacht und Samichlaus. Hexen würden in Verbindung mit dem Teufel gesehen, Fasnacht als heidnischer Brauch, ein Buch über zwei männliche Hasen mit Homosexualität in Verbindung gebracht. Auch bei der zuständigen Kommission des Lehrerverbandes kenne man das Problem, so der Artikel. Eine Medienmitteilung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) stellt in einer Reaktion auf den Artikel die Frage, ob das Fehlen biblischer Geschichten im Unterricht nicht das grössere Problem sei als angeblich radikale Christen. kipa SEK zur Abstimmung am 7. MärzDer Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK begrüsst den Bundesbeschluss zu einem Verfassungsartikel über die Forschung am Menschen, welcher am 7. März 2010 den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern vorgelegt wird. Zugleich weist er auf bleibende Defizite beim Schutz der Menschenwürde und der Anerkennung der Ablehnung von einwilligungsunfähigen Personen gegenüber einem Forschungsvorhaben hin. Der SEK hat bereits 2006 mit seiner Vernehmlassungsantwort zu den ersten Gesetzesentwürfen des Bundes auf den unbedingten Vorrang der Menschenwürde vor der Forschungsfreiheit hingewiesen. Kein Forschungszweck kann die staatliche Pflicht zum unbedingten Schutz der Menschenwürde und seiner Rechte einschränken oder relativieren. Der SEK wird den weiteren Weg des Verfassungsartikels beobachten. Abzuwarten bleibt auch, welche Konsequenzen der Artikel für die Forschungspraxis hat. Eine Erläuterung der SEK-Position kann auf www.sek.ch heruntergeladen werden. sek Erneute KruzifixdiskussionZwanzig Jahre nach dem historischen Bundesgerichtsentscheid zur Entfernung religiöser Symbole aus Schweizer Klassenzimmern hat die Tessiner Gemeinde Cadro in der Schule wieder ein Kruzifix aufgehängt. Seitdem ist die Diskussion um die Neutralität öffentlicher Einrichtungen in der Südschweiz neu entfacht. Gegen den Vorwurf der «Provokation» weist die Gemeinde auf ihre Tradition und gesellschaftliche Identität hin. Die Diözese Lugano hält sich mit ihrer Meinung zurück. kipa |
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