Dezember 2014Frühere AusgabenVeranstaltungenKirchgemeindenLinksAbonnementeRedaktionBilderSuche
 
 Ausgabe 12/2014 
Diese Ausgabe als PDF

 

Aus den Gemeinden

Seit 300 Jahren ein eigenes Pfarreramt  / Grabs-Gams: Kunstausstellung «Vom Tod zum Leben» / Regionales Sonntagsschullager im Neckertal: «Unterwegs mit Onesimus» / Goldach: «dankstell am see» zum Thema neu starten

Seit 300 Jahren ein eigenes Pfarreramt

Mit einem Festgottesdienst und einem geselligen Nachmittag, zu dem die ganze Gemeinde eingeladen war, feierten die reformierten St.Peterzeller den 300. Geburtstag ihrer Kirchgemeinde.

Unspektakulär, aber mit vielfältiger Anteilnahme gedachten die St. Peterzeller des Einzugs ihres ersten Pfarrers vor 300 Jahren. Kirchgemeindepräsidentin Erika Nef hat dazu Behörden, Vertretungen der katholischen Kirche und der umliegenden Kirchgemeinden wie auch früher in St. Peterzell wirkende Seelsorger eingeladen. Als Repräsentant der Kantonalkirche hielt Kirchenratspräsident Dölf Weder die Festpredigt und erinnerte die Gemeindeglieder an ihre je eigene Mission in Gemeinde und Alltag. Der ökumenische Chor von St.Peterzell hat die Feier mit  Gesängen bereichert. Im grosszügig ausgebauten Saal der Kirche waren alle zum Mittagessen eingeladen. Dort konnten  sechs Schautafeln bewundert werden, auf welchen die Geschichte der Kirchgemeinde in Bild und Text präsentiert wurde. Gerhard Friedrich, ein Gemeindeglied, hat diese Präsentation aus Begeisterung für die Geschichte zusammengestellt und professionell darstellen lassen.


Zur Geschichte der Gemeinde

Im 11. Jahrhundert entstand die Klause St. Petri Cella, die mit dem Kloster Alt St. Johann in Beziehung stand. Kirchlich wurde St. Peterzell von Hemberg aus betreut. 1528 übernahm der Hemberger Pfarrer die Lehre Zwinglis und überzeugte auch die St. Peterzeller. Hier gab es keine Bilderstürme. 1538 wurde ein Landfrieden geschlossen und die reformierte Gemeinde erstmals rechtlich anerkannt. Bis 1563 wohnte ein reformierter Pfarrer in der Klause, finanziert vom Abt. Dann kam wieder ein katholischer Priester nach

St. Peterzell. Der Abt verlangte die Durchsetzung der katholischen Feiertage. Pfarrer Ruedi Rutz, der dagegen aufbegehrte, wurde hingerichtet. Unter diesem Druck gingen einige reformierte Kirchgemeinden zugrunde, so auch St. Peterzell, das  nun von 1564 –1708 zu Hemberg gehörte.

1709 zog Pfarrer Kaspar Bühler von Zürich kommend in das neu gebaute Pfarrhaus nach St. Peterzell. Zwischen 1721 und 1723 wurde trotz früheren Spannungen zwischen Katholiken und Reformierten in St. Peterzell eine neue, gemeinsame Kirche gebaut. Brauchte man einen neuen Pfarrer, schrieb man in jener Zeit an die Behörden in Bern oder Zürich, die einen Seelsorger schickten, «der ihnen entbehrlich schien».

1858 wurde ein Vertrag geschlossen: Die Kirche gehöre der katholischen Seite, müsse aber auch von dieser unterhalten werden. 1964, nachdem von der katholischen Kirchgemeinde das Grundstück zur Verfügung gestellt wurde, konnte die heutige Kirche gebaut werden. as/gs


Grabs-Gams: Kunstausstellung «Vom Tod zum Leben»

Nach der erfolgreichen Kunstausstellung im ­November 2007 in der Kirche Grabs beteiligt sich die Kirchgemeinde Grabs-Gams in Zusammenarbeit mit «frischer Wind» an einem weiteren Kunstprojekt. Es handelt sich um die Ausstellung «Vom Tod zum Leben». Sie findet in der Passionszeit 2010 (12. bis 27. März) gleichzeitig in den Kirchen Azmoos, Grabs und Salez statt. Die Künstler ­setzen sich mit den Spannungsfeldern wie ­ Winter – Frühling, Sterben und Leben auseinander.

Die Gemeinde lädt Kunstschaffende aus allen Bereichen der Kunst ein (Fotografie, Malen, Skulptur, Scherenschnitt, Musik, Video …), ihren thematischen Beitrag zur Ausstellung zu leisten. Die Bewerbungsunterlagen können bei Thomas Beerle, Projekt «frischer Wind», 081 740 56 86 oder t.beerle@bluewin.ch bezogen werden. gs



Regionales Sonntagsschullager im Neckertal: «Unterwegs mit Onesimus»

Gemeinsam mit Onesimus, dem Sklaven des reichen Philemon, reisten in der ersten Sommerferienwoche 35 Kinder, sechs Jugendliche und sieben Erwachsene nach Flüeli-Ranft. Dort erlebten die Kinder, wie es sein könnte, Sklave zu sein: Sie mussten putzen, Steine schleppen, auf einer nassen Plas­tikbahn bergauf rennen usw. Onesimus entschied sich zu fliehen. Er wanderte nach Ephesus, wo er Christen traf und im Gefängnis Paulus besuchte. Um Onesimus zu einem geheimen Gottesdienst begleiten zu können, mussten alle Kinder Armbänder basteln, an denen ein Fisch, das Geheimzeichen der Christen, baumelte. Die Kultur der alten Römer und Griechen lernten die Neckertaler Sonntagsschüler kennen, indem sie wilde Sportspiele wie Gladiatorenkämpfe, Wagenrennen und Speerwerfen trieben. Zudem betätigten sie sich handwerklich. Es wurden Bilder gewebt, Schrift­rollen und Seife hergestellt, T-Shirts bemalt, Mosaike gelegt und Speckstein geschliffen.

Am letzten Tag wurde es für Onesimus Zeit, wieder aufzubrechen und sich mit seinem Herrn Philemon zu versöhnen, was gut gelang und alle ein Versöhnungsfest feiern liess. ia



Goldach: «dankstell am see» zum Thema neu starten

Die Aula des Oberstufenzentrums Goldach war voll. Die Dekoration stimmte, die Stimmung war gut, und alle erlebten einen spannenden Gottesdienst mit vielen Neustarts. Nach Singen und Feiern mit der Band sprach die Moderatorin mit vier Gästen, die gerade einen Neustart erlebt haben: in der Band, in einer neuen Klasse, mit einer neuen Freundin und als Rückkehrerin aus Australien.

Die nächste «dankstell am see» findet am 8. November 2009 zum Thema «Vom Loser zum Sieger» statt. pm 

Nähere Infos auf www.dankstell-am-see.ch.  

Aktuell

Weitere Leserbriefe zu Mohammed

Im aktuellen Kirchenboten konnten nur drei Zuschriften der Leserschaft zum Kibo 10/2014 über «Mohammed» veröffentlicht werden. Hier finden Sie Briefe, welche auf der Papierausgabe keinen Platz fanden. >>> hier

 >>>mehr

Jukebox. Jewkbox!

Ein jüdisches Jahrhundert auf Schellack & Vinyl, bis 8. März 2015, Jüdisches Museum Hohenems

 

 >>>mehr

Schreiben Sie uns

Glaubensfragen?
Hier erhalten Sie Antwort. Lesen Sie auch, was andere gefragt haben. >>>mehr

Leserbriefe
Sagen Sie uns Ihre Meinung! >>>mehr


Zur Homepage der
Evangelisch-Reformierten
Kirche des Kantons St. Gallen