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 Ausgabe 05/2013 
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Gottfried Locher wird SEK-Präsident

Die Abgeordneten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), die am 14. Juni in Herisau den SEK-Präsidenten wählten, hatten es nicht leicht. Gleich drei Kandidaten stellten sich zur Wahl: der Berner Theologe Gottfried Locher, der Luzerner Synodalratspräsident David Weiss und der Walliser Pfarrer Didier Halter.

Zwischen Weiss, der von den meisten kleineren Kantonalkirchen unterstützt wurde, und Locher, der auf die Stimmen der grossen Kantonalkirchen zählen konnte, kam es zum Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit der Kandidatur von Gottfried Locher und David Weiss verbanden sich verschiedene Kirchenvorstellungen. Die kleineren Kantone erkannten es als wichtige Aufgabe des SEK-Ratspräsidenten, die Gräben in der Kirchenlandschaft zu überbrücken.


Welschland gab den Ausschlag

Im ersten Wahlgang lag der Luzerner mit 28 Stimmen vor Locher, der 27 Stimmen erhielt. Auf Halter entfielen 14 Stimmen. Für den zweiten Wahlgang zog Halter seine Kandidatur zurück. Die welschen Vertreter beschlossen darauf, Gottfried Locher zu unterstützen. Sie fühlten sich von ihm besser vertreten. Im zweiten Wahlgang stimmten 38 Kirchenvertreter für Locher, 31 für Weiss. Den beiden Kandidaten wurde mit einer Standing Ovation gedankt.

Locher leitet seit 2006 das Institut für Ökumenische Studien der Universität Freiburg. Seit 2008 ist er auch Synodalrat der Kirchen Bern-Jura-Solothurn. Zuvor war Locher als Ökumenebeauftragter und von 2001 bis 2005 als Leiter der Abteilung Aussenbeziehungen im SEK tätig. tz/rna

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