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 Ausgabe 05/2013 
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Meine Vorbilder gestern und heute?

David Bertschinger, Jona

Als Musiker habe ich von meinen Vorbildern viel abgeguckt, oder besser gesagt, «abgehört». Vorbilder während der Studienzeit waren meine Lehrer an der Musikhochschule. Man eiferte ihnen nach und lernte ihre Vorbilder kennen. Heute ist es mehr Alltägliches, das mir zum Vorbild wird: das fröhliche Lachen eines Kindes, eine schnurrende Katze, die Worte eines vom Leben gereiften Menschen, der aufblühende Rosenstock im Garten.



Kathrin Bolt, St.Gallen

Früher waren meine Vorbilder oft konkrete Personen. Meine beste Freundin, die so mutig war. Oder meine Cousine, die so ­besonnen war. Heute habe ich ganz viele Vorbilder, sie wechseln von Tag zu Tag: ­Familienfrauen, Firmenleiterinnen, Gross­mütter, kleine Kinder. Vor Kurzem habe ich eine Dekanin aus Deutschland kennengelernt. Ich fragte die Theologiestudentin ­neben mir: Wie findest du sie? Wahnsinn! Wollen wir einen Fanclub für sie gründen? Wir wollen. Hoffnungsvolle Vorbilder erfreuen mich. Damals und heute. 



Brigitta Ackermann, Ebnat-Kappel

Schon viele Jahre ist mir Dorothee Sölle ein grosses Vorbild mit ihrem unermüdlichen Einsatz für den Frieden, für Gleichberechtigung und für eine Theologie der Befreiung in den Ländern des Südens. Mein Vorbild während meiner ganzen Kindheit war Onkel Bruno. Wenn er uns besuchte, erzählte er oft von seinen neus­ten Reiseerfahrungen und Auslandaufenthalten für seine Arbeitgeberin Swiss­air. Einmal mehrere Sprachen sprechen, die Welt kennenlernen wie Bruno, das war damals mein grosser Traum.



Max Schär, Rorschach

Antonius, der erste namentlich bekannte christliche Mönch (251/52–356), war einer der Fortgeschrittenen auf dieser Welt. Deshalb fragte ihn einmal jemand, was er gemacht habe, dass er in seiner inneren Entwicklung so weit gekommen sei. Er antwortete: Ganz einfach. Immer, wenn ich neu einem Menschen begegnet bin, habe ich mich gefragt, was ich von ihm lernen könnte. – Wenn ich die Methode des Antonius nicht gerade vergessen habe, mache ich es ähnlich. Am meis-­ten lerne ich dabei im Pflegeheim.

Bücher

Spiritualität im Diskurs

Spiritualität liegt im Trend. Weit über den kirchlichen Sprachgebrauch hinaus hat sich die Rede von Spiritualität auf dem Beratungsmarkt, in der Medizin und selbst in der Firmensprache etabliert. In den letzten Jahren fand das Phänomen auch in der universitären Forschung vertiefte Aufmerksamkeit.

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Glauben an einen Gott, den es nicht gibt

Klaas Hendrikse legt dar, warum er glaubt, dass Gott sich in Beziehungen ereignet und dass «glauben» mehr mit dem Leben als mit Religion zu tun hat.

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Kunst

Kunst in der Kirche St.Mangen

In der St.Galler Kirche St.Mangen hängt bis zum 17. Mai eine Brot-Leiter.

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