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 Ausgabe 05/2013 
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Panorama Kanton

Neue Kapelle im Kantonsspital / Frau und Alkohol / Verantwortung für die Schöpfung / Freiwilligenarbeit: neuer Leitfaden und Arbeitsinstrumente


Neue Kapelle im Kantonsspital

Im vergangenen Sommer zügelte die evangelisch-reformierte Seelsorge am Kantonsspital St.Gallen von der Kapelle ins Foyer.

Die Seelsorgenden des Kantonsspitals St.Gallen sind täglich unterwegs: Sie besuchen Patientinnen und Patienten, sprechen mit Angehörigen, begleiten Mitarbeitende. Seelsorge birgt sich nicht in Mauern, sie geht hinaus.

Nun auch mit dem Gottesdienst. Die evangelisch-reformierten Seelsorgenden räumten ihre Kapelle, um dem Spital dringend benötigten Raum zu überlassen. Das Spital nutzt diesen künftig als Rapport- und Schulungsraum für die Radiologie. Sie hätten gerne Hand dazu geboten, die Raumnot des Spitals ein Stück lindern zu helfen, sagt Beat Weber, Seelsorger am Kantonsspital.


Mobile Einrichtungen

Seit Ende Juni feiern die Reformierten ihren sonntäglichen Gottesdienst im Foyer des zentralen Hörsaals. «Es ist ein guter Ort für Gottesdienste», freut sich Weber. Die grosse Fensterfront lade zum weiten Blick. «Hier begegnen sich unter der Woche bereits viele Menschen – zum Apéro, zum Austausch. Passend darum, dass wir auch zur gottesdienstlichen ­Begegnung ins Foyer laden dürfen.»

Damit der Schritt von der werktäglichen Profanität zur sonntäglichen Sak-ralität gelingt, hat der St.Galler Künstler Hans Thomann – finanziell getragen durch das Kantonsspital – mobile Einrichtungen geschaffen: Abendmahltisch, Lesepult, Ständer für Osterkerze, Infomöbel und Paravents. Die in Holz, Chromstahl und Acrylglas gearbeiteten Objekte wirken leicht und filigran. Jeden Sonntag werden sie an ihren Platz gestellt. Für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste steht ein Flügel bereit.    


Orgel für Litauen

«Und wohin mit der Orgel, wenn aus der evangelischen Kapelle des Kantonsspitals ein Rapportraum wird?» Diese Frage stellten sich die reformierten Seelsorgenden des Spitals, als die Spitalleitung bei ihnen um mehr Raum nachsuchte. «Verschenken», lautete die Antwort. Zwar hätten sich einige Kirchgemeinden in der Schweiz für das gut erhaltene Instrument interessiert, sagt Spitalseelsorger Beat Weber. Doch stimmten jeweils die Dimensionen nicht. Schliesslich vermittelte Thomas Rink, Organist und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Kirchengesangsbundes, einen Kontakt mit der evangelischen Gemeinde Jurbarkas in Litauen. Die Gemeinde habe nach der Wende mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen, erzählt Rink. Aus finanziellen Gründen blieb diese lange unvollendet. «Doch nun ist der Innenausbau beinahe fertig und die Orgel wie ein Geschenk des Himmels.» Das Instrument sei ideal für die Gemeinde, da es sich in technisch gutem Zustand befinde und nicht allzu wartungsintensiv sei, sagt Rink.

Vorsichtig bauten Rink und ein Orgelbauer das Instrument in St.Gallen aus. Ein Bus aus Litauen holte die Orgel ab. Für Transport, Aus- und Einbau kam die St.Galler Kantonalkirche auf. kid/ack

Panorama Schweiz


Frau und Alkohol

Die Fachstelle für Alkoholprobleme des Blauen Kreuzes in St.Gallen bietet ab ­Oktober 2010 wieder zwei neue Gesprächsgruppen speziell für Frauen an. Am 19. Oktober startet die «Impulsgruppe» für Frauen, welche ihren Alkoholkonsum als problematisch wahrnehmen und Veränderungswege für sich suchen. Die Gesprächsgruppe für Partnerinnen von alkoholabhängigen Männern startet am 26. Oktober, sie bietet vertiefte Informationen zur Alkoholkrankheit und zu der Rolle der Partnerschaft. pd

www.blaueskreuz.ch, Tel. 071 278 16 79, info.sg@blaueskreuz.ch oder /sg-app



Verantwortung für die Schöpfung

Am 1. September eröffneten verschiedene ­Kirchen im ­Botanischen Garten in St.Gallen die «Schöpfungszeit». Thema der diesjährigen Schöpfungszeit ist «Vielfalt – Geschenk Got-tes». Damit beteiligen sich die Kirchen am Internationalen Jahr der Biodiversität.

Wie wirkt die Kamille, wie das Johanniskraut? Auf einem Rundgang durch den Botanischen ­Garten zeigte Hanspeter Schumacher, Leiter des Botanischen Gartens, die verschiedensten Heilkräuter und referierte über die Heilpflanzen-Tradition in St.Gallen. Rund siebzig Personen lauschten seinen spannenden Ausführungen zu den Nutzgärten des Gallus-Klosters und deren Pflanzenvielfalt. Und beim Gang entlang der Beete und Pflanzungen konnten sich die Teilnehmenden gleich selbst ein Bild über die unendliche Pflanzenvielfalt machen.

Eingeladen in den Botanischen Garten hatte die Ökumenische GFS-Kommission (Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung) der ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) SG/AR/AI. Zum Auftakt der Schöpfungszeit sprachen in freier Natur Vertreter der verschiedenen Kirchen. ­Pfarrer Lorenz Becker, Dekan der katholischen Kirche, wies auf die Wunderwerke der Natur hin, Pfarrer Heinz Fäh, Kirchenrat der Evangelisch-­reformierten Kirche, erzählte aus seinen persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen zur Schöpfung. Daniel Konrad, christkatholische Pfarrer, erinnerte daran, dass die Schöpfung uns nicht brauche, wir sie jedoch schon, und der serbisch-orthodoxe Pfarrer Ljubomir Kotarcic sprach über die Segnung der Felder in der Frühlingszeit. Alle vier Vertreter richteten überdies Grussworte ihrer Kirchen aus.

Alljährlich begehen die Kirchen vom 1. September bis zum 4. Oktober die Schöpfungszeit. Anlass ­dazu ist der Beginn des orthodoxen Kirchenjahres, wo traditionell Gott, dem Schöpfer, gedacht wird. Schlusspunkt der Schöpfungszeit ist jeweils der Gedenktag des Franz von Assisi. Die Schweizer Kirchen empfehlen Kirchgemeinden und Pfarreien, die Schöpfungszeit zu feiern. kid/ba


Freiwilligenarbeit: neuer Leitfaden und Arbeitsinstrumente

Ohne Freiwilligenarbeit steht die Gesellschaft still. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Freiwilligen ist aber nicht selbstverständlich, es gilt vieles zu beachten. Ein neuer Leitfaden der reformierten Kirchen Aargau, Bern-Jura-Solothurn, St.Gallen und Zürich unterstützt Behörden und Verantwortliche in der Freiwilligenarbeit. Geboten werden Antworten auf grundsätzliche und konkrete Fragen im Zusammenhang mit der Freiwilligenarbeit. Leitfaden und entsprechende Arbeitsinstrumente können bezogen werden bei der ­Arbeitsstelle Diakonie, Oberer Graben 31, 9000 St.Gallen, Tel. 071 227 05 61 pd

Bücher

Spiritualität im Diskurs

Spiritualität liegt im Trend. Weit über den kirchlichen Sprachgebrauch hinaus hat sich die Rede von Spiritualität auf dem Beratungsmarkt, in der Medizin und selbst in der Firmensprache etabliert. In den letzten Jahren fand das Phänomen auch in der universitären Forschung vertiefte Aufmerksamkeit.

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Glauben an einen Gott, den es nicht gibt

Klaas Hendrikse legt dar, warum er glaubt, dass Gott sich in Beziehungen ereignet und dass «glauben» mehr mit dem Leben als mit Religion zu tun hat.

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Kunst

Kunst in der Kirche St.Mangen

In der St.Galler Kirche St.Mangen hängt bis zum 17. Mai eine Brot-Leiter.

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