Mai 2013 Frühere Ausgaben Veranstaltungen Kirchgemeinden Links Abonnemente Redaktion Bilder Suche
 
 Ausgabe 05/2013 
Diese Ausgabe als PDF

 

Leserbriefe

Zustand unserer Kirche

Ist es Aufgabe der Kirche, es allen Leuten recht zu machen? Keinen Anstoss zu erregen? Politisch ausgewogen zu agieren? Auf keinen Fall in kontroversen Fragen Stellung zu beziehen, auch auf die Gefahr hin, nichtssagend zu werden? Ist das Nachfolge von Jesus Christus? – Mich beschäftigen diese Fragen in zunehmendem Masse, wenn ich über die Situation unserer Landeskirche und, als deren Sprachrohr, auch des «Kirchenboten» nachdenke. Haben sie es aufgegeben, die Anliegen der Reformation weiterhin ernst zu nehmen, nämlich Missstände beim Namen zu nennen?

Unsere St.Galler Kirche ist zur ängstlichen, salz­­-losen Institution verkommen. Sorgfältig darauf bedacht, nirgends anzuecken. Stattdessen verliert sie sich in theologischen Diskussionen, die nur noch wenige interessieren. Was nützen all die ­tiefgründigen Erkenntnisse, wenn es nicht zum Handeln kommt? Was nützt die Betroffenheit über ungerechte Strukturen, wenn der Wille zur Veränderung fehlt? Wenn wir andächtig Jesu Worten lauschen, aber nicht bereit sind, notwendige Konsequenzen daraus zu ziehen? Kampfflugzeuge anschaffen? Auch wenn sie Milliarden kosten, die wir Hungernden in Entwicklungsländern entziehen? Multinationale Konzerne in unserem steuergüns­tigen Land willkommen heissen im Wissen darum, dass ihre Tätigkeiten die Lebensgrundlage von idogenen Bevölkerungen zerstören? – Die ­Kirche erhebt keine Einwände

Die Frohbotschaft von Christus muss aktueller und griffiger gesagt werden. Und mit mehr Mut. Auch auf die Gefahr hin, es nicht allen Leuten recht zu machen.     

Ernst Meier, St. Margrethen


Der Tod kommt nicht nur vom Bodensee

(Kibo 5/2012, Die Rüstungsindustrie im Visier)

Nötig wäre heute nicht nur eine rüstungsfreie Zone Bodensee. Auch in Zürich wäre die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Güter nötig, unter anderem beim Rüstungskonzern Rheinmetall (früher Oerlikon Bührle) und bei seinen Zuliefer­-firmen. Wichtig in Zürich wäre auch, dass sich die Zürcher Kantonalbank, die UBS und die Crédit Suisse aus dem Rüstungsgeschäft zurückziehen würden. Kürzlich liess jedoch die Zürcher Kantonalbank verlauten, Investitionen in Rüstungswerte seien grundsätzlich erlaubt. Die beiden Grossbanken Crédit Suisse und UBS hatten zwar bereits 2010 ihren Rückzug aus der Rüstungssparte angekündigt. Das haben sie aber nicht getan. Die UBS investiert – im «Kundenauftrag», wie sie entschuldigend festhielt – weiterhin in Textron, (Text­ron stellt Streubomben her) und zwar so massiv, dass sie zu den zehn grössten institutionellen Anlegern zählt. Die Crédit Suisse hat inzwischen zwar tatsächlich alle eigenen Beteiligungen abgestossen, aber sie hält an ihrem ETF-Fonds mit Textron fest.    

Heinrich Frei, Zürich

Bücher

Spiritualität im Diskurs

Spiritualität liegt im Trend. Weit über den kirchlichen Sprachgebrauch hinaus hat sich die Rede von Spiritualität auf dem Beratungsmarkt, in der Medizin und selbst in der Firmensprache etabliert. In den letzten Jahren fand das Phänomen auch in der universitären Forschung vertiefte Aufmerksamkeit.

 >>>mehr

Glauben an einen Gott, den es nicht gibt

Klaas Hendrikse legt dar, warum er glaubt, dass Gott sich in Beziehungen ereignet und dass «glauben» mehr mit dem Leben als mit Religion zu tun hat.

 >>>mehr

Kunst

Kunst in der Kirche St.Mangen

In der St.Galler Kirche St.Mangen hängt bis zum 17. Mai eine Brot-Leiter.

 >>>mehr

Schreiben Sie uns

Glaubensfragen?
Hier erhalten Sie Antwort. Lesen Sie auch, was andere gefragt haben. >>>mehr

Leserbriefe
Sagen Sie uns Ihre Meinung! >>>mehr


Zur Homepage der
Evangelisch-Reformierten
Kirche des Kantons St. Gallen