der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St.Gallen |
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Ausgabe 05/2013 Diese Ausgabe als PDF |
Panorama Ostschweiz/Welt
HEKS Neue Gärten: Start in St.Gallen / Frauenhilfe baut Brücken / Kirchgängerquoten weltweit / Teheraner Erzbischof verurteilt Koran-Verbrennung / Deutsche Gerichte erlauben Demos mit Mohammed-Karikaturen / London: Olympia-Geistliche ohne religiöse Symbole
HEKS Neue Gärten: Start in St.Gallen«HEKS Neue Gärten Ostschweiz» dient Migrantinnen und Migranten unterschiedlicher Herkunft als sozialer Treffpunkt. Gemeinsam mit den Projektverantwortlichen gärtnern sie nach biologischen Richtlinien und geben sich gegenseitig ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Anbau von Gemüse und Kräutern weiter. Durch den Austausch mit den Projektverantwortlichen entsteht zudem eine wertvolle Verbindung zwischen neuer und alter Heimat: Die Teilnahme am Projekt bietet den Männern und Frauen die Gelegenheit, mehr über das Leben in der Schweiz zu erfahren und sich im Alltag besser zurechtzufinden. Somit leistet «Neue Gärten» einen wichtigen Beitrag zur sozialen Integration.
Erster Standort: BruggenIn der Ostschweiz befindet sich der erste Projektstandort von «Neue Gärten» auf dem Gartenareal der evangelischen Kirche Bruggen in St.Gallen, ein weiterer konnte in den Familiengärten Arbon gefunden werden. Auf dem Areal der Kirchgemeinde Bruggen wurde vor genau 80 Jahren schon einmal Gemeindehilfe geleistet: Im Herbst 1932 erhielten armutsbetroffene Familien gratis Gartenland zum Anbauen. Das Areal ist also wie geschaffen für das Projekt «Neue Gärten Ostschweiz». Am Samstag, den 5. Mai, startete das Projekt mit einer Mitmachaktion auf dem Gartenareal in Bruggen. Nach der feierlichen Enthüllung des Projektmaskottchens und der Begrüssung durch die Kirchenrätin Annina Policante konnten die Besuchenden mit den beteiligten Familien, den Mitarbeitenden der Kirchgemeinde und von HEKS selber Hand anlegen beim Auffüllen der Gartenwege oder Einfassen der Beete. pd
Frauenhilfe baut BrückenDie Evangelische Frauenhilfe (EFH) St.Gallen-Appenzell stellte ihre Jahresversammlung vom 24. April 2012 unter das Motto «Brücken bauen». Der Begrüssung durch Jeannette Wey folgten einleitende Worte von Martina Miesler, Flawil: Bereits gebaute Brücken können auch zerfallen; der Unterhalt oder gar der Wiederaufbau darf nicht vernachlässigt werden. Die Leiterin der EFH-Beratungsstelle, Sonja Hasler, zeigte sodann auf, wie die verschiedenen Brücken in ihrer Arbeit aussehen können und was eine tragende Brücke ausmacht. Vertrauen, Offenheit und Wertschätzung sind wichtige Pfeiler. Aus familiären Günden sah sich Jeannette Wey leider veranlasst, aus dem Vorstand zurückzutreten. Die Präsidentin Marcelle Gmür dankte für den unermüdlichen Einsatz und die vorbildliche Arbeit, die Jeannette Wey während ihrer fünfjährigen Amtszeit als Co-Präsidentin geleistet hat und überreichte ihr unter dem Applaus der Anwesenden ein Abschiedsgeschenk. Der übrige Vorstand sowie Marcelle Gmür als Präsidentin wurden einstimmig für ein weiteres Jahr gewählt. Die Zahl der Klientinnen, welche bei der EFH Beratung und Finanzhilfe erhielten, ist mit 172 weiter angewachsen. Mit der Bitte an die Anwesenden, neue Mitglieder zu gewinnen, schloss die Versammlung. Anschliessend kamen die Anwesenden in den Genuss des feinsinnigen Puppenspiels «Varenka», erarbeitet und dargeboten von Irène Huber und Regula Rohner. Die Botschaft dieser russischen Legende, Hilfesuchenden das Haus zu öffnen und im Vertrauen auf Gott gemeinsam schwierige Zeiten durchzustehen, könnte auch für die Arbeit der Evangelischen Frauenhilfe stehen. rr
Kirchgängerquoten weltweitNigeria ist weltweit das Land mit den meisten, Russland dasjenige mit den wenigsten Kirchgängern. In Nigeria gehen 89 Prozent der Bevölkerung in die Kirche, in Russland nur 2 Prozent. Die Schweiz liegt mit einer Quote von 9 Prozent im Mittelfeld. Dies zeigt eine Statistik aus der «NZZ am Sonntag» vom 8. April. Nach Nigeria stehen Irland mit 84 Prozent an zweiter und die Philippinen mit 68 Prozent an dritter Stelle. Aber nur ein Nachbarland der Schweiz figuriert unter den ersten 10, nämlich Italien auf Platz 10 mit 45 Prozent. Unter den 10 Ländern mit den wenigsten Kirchgängern befinden sich nach Russland und Japan (3 Prozent) vor allem nordeuropäische Länder: Estland, Island, Finnland, Schweden, Dänemark, Lettland und Norwegen (mit 4 bis 5 Prozent) stehen auf den Plätzen 3 bis 9. ref.ch
Teheraner Erzbischof verurteilt Koran-VerbrennungDer katholische Erzbischof Ramzi Garmou in Teheran hat die Koranverbrennung durch den radikalen US-Pastor Terry Jones verurteilt. Nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna sprach er von einem «schändlichen» und unmoralischen Akt. Die katholische Kirche trete für die Achtung und den Schutz der heiligen Schriften, Stätten, Riten und Propheten jeder Religion ein. kipa
Deutsche Gerichte erlauben Demos mit Mohammed-KarikaturenDie rechtspopulistische Partei «Pro NRW» darf auch bei ihrer Demonstration in Köln mit islamkritischen Karikaturen demonstrieren. Das entschied das Verwaltungsgericht Köln in einem Eilverfahren. Es hob damit ein Verbot des Polizeipräsidiums Köln auf. Das Gericht bezog sich auf das Bundesverfassungsgericht, das der Meinungsfreiheit in ähnlichen Fällen einen hohen Stellenwert eingeräumt habe. Dies gelte auch trotz der gewaltsamen Auseinandersetzungen bei den «Pro NRW»-Demonstrationen in Solingen und Bonn. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster eingelegt werden. kipa
London: Olympia-Geistliche ohne religiöse SymboleDie Geistlichen bei den Olympischen Spielen in London tragen keine Abzeichen mit religiösen Symbolen. Auf ihren Ausweiskarten und Ansteckern ist lediglich das Wort «Faith» (Glaube) mit einem Globus und den Logos der Olympischen und Paraolympischen Spiele zu sehen. Ein Entwurf mit den Symbolen sämtlicher neun teilnehmenden Glaubensrichtungen habe nicht die Akzeptanz aller Religionsvertreter gefunden, berichtete die britische Zeitung «Sunday Telegraph». kipa
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Spiritualität im Diskurs
Spiritualität liegt im Trend. Weit über den kirchlichen Sprachgebrauch hinaus hat sich die Rede von Spiritualität auf dem Beratungsmarkt, in der Medizin und selbst in der Firmensprache etabliert. In den letzten Jahren fand das Phänomen auch in der universitären Forschung vertiefte Aufmerksamkeit. >>>mehr
Glauben an einen Gott, den es nicht gibt
Klaas Hendrikse legt dar, warum er glaubt, dass Gott sich in Beziehungen ereignet und dass «glauben» mehr mit dem Leben als mit Religion zu tun hat. >>>mehr
In der St.Galler Kirche St.Mangen hängt bis zum 17. Mai eine Brot-Leiter. >>>mehr
Glaubensfragen?
Leserbriefe
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