der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons St.Gallen |
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Ausgabe 05/2013 Diese Ausgabe als PDF |
Liebe Leserin, lieber Leser
Doch alles Sammeln hat seine Grenzen. Was nicht mehr dazu dient,
eine lebendige Kultur des Erinnerns zu pflegen, wird Ballast. Von Zeit
zu Zeit räumen wir darum alte Erinnerungsstücke weg. Und ein Museum hat
sich immer neu zu fragen, was es sammeln muss und was es mit welcher
Absicht wie zeigen will. Dazu kommt die Herausforderung, eine
Ausstellung so zu inszenieren und zu bewerben, dass sie Interesse
findet. Nun sollten die biblischen Schriften aber nicht bloss abgeschrieben, gedruckt und gesammelt, sondern von jeder Generation neu gelesen, gesungen, dargestellt und gefeiert werden! So entstand ein Reichtum von Liedern, Bildern, Skulpturen, Gebäuden,
Gedenktagen usw. Dieser sekundäre Sammelbestand ist heute zusammen mit
den Schätzen anderer Religionen allen zugänglich. Er gehört in der
globalisierten Welt zur Allgemeinbildung. Dazu kommt die
Erinnerungskultur politischer Situationen weltweit. Auch Werbung,
Sport und Unterhaltung beanspruchen Aufmerksamkeit. Andreas Schwendener |
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