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 Ausgabe 05/2013 
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Leserbriefe

Pauschale Verurteilung

Leserbrief von Simon Thalmann, Kibo 10/2005: «Interreligiöser Schnickschnack»

Simon Thalmann verurteilt in seinem Leserbrief im Oktober-Kirchenboten den Islam und die Muslime auf eine so pauschale Weise, die ich nicht unwidersprochen lassen möchte. Ich denke, dass es in jeder Religionsgemeinschaft ernsthafte Gottessucherinnen und Gottessucher gibt, die ihr Leben auf eine verantwortungs- und liebevolle Art gestalten möchten. Ebenso gibt es in jeder Religionsgemeinschaft Fundamentalisten, die glauben, als Einzige im Besitz der göttlichen Wahrheit zu sein, und alle Andersgläubigen verurteilen. In jeder Religion gibt es auch Menschen, die Dogmen vertreten, welche nicht mehr viel mit ihren heiligen Schriften zu tun haben. So hat der Begründer des Islams, Mohammed, zum Beispiel Mord und Selbsttötung verurteilt. Wer ein Selbstmordattentat verübt, ist kein wahrer Muslim.

Zum Thema Weltherrschaft und Unterdrückung ist daran zu erinnern, dass christliche Nationen als Kolonisatoren und Sklavenhalter in vielen – auch muslimischen – Ländern grosses Elend verursacht haben. Das begangene Unrecht wirkt bis heute nach, unter anderem auch in antiwestlichen Gefühlen. Der Freiburger Professor und Alttestamentler Othmar Keel schlägt den monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam eine Art «Familientherapie» vor, haben sie doch gemeinsame Wurzeln. Lesenswert ist das Interview mit ihm im «St.Galler Tagblatt» (1. November 2005). Gespräche sind immer besser als pauschale Verurteilungen. Wer soll denn den Frieden voranbringen in dieser heillosen Welt, wenn nicht die Religionen? Im Übrigen möchte ich mich an den Ratschlag Jesu halten: «Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet.»

Verena Roth, Tüetlisberg, Wattwil

«Blocher, missratener Pfarrerssohn»

Die unmenschliche Flüchtlingspolitik, die jetzt durch das Parlament und den von Christoph Blocher dominierten Bundesrat in die Wege geleitet wird, passt zum missratenen Pfarrerssohn Blocher. Er wurde auch mit der Produktion von Kriegsmaterial Milliardär. Seine Firma Patvag fabrizierte und exportierte unter anderem weltweit Zünder für Minen. Nicht zuletzt die Kriege sind es, die Flüchtlinge produzieren. Die Schweiz heizt diese Kriege an mit Waffenexporten an Krieg führende Staaten, wie die USA, in das Pulverfass des Nahen Ostens, nach Afrika usw. Nach dem afrikanischen Land Botswana hat die Schweiz im letzten Jahr für 60,8 Millionen Franken Kriegsmaterial, gepanzerte Landfahrzeuge, geliefert. Im Vorjahr waren es Rüstungsexporte für 32,5 Millionen Franken gewesen. Botswana hat eine HIV-Aids-Infektionsrate von 37,5 Prozent. Die Lebenserwartung beträgt in Botswana 30,76 Jahre. Botswana hätte alles andere benötigt als Kriegsmaterial.

Heinrich Frei, Breitenlooweg 7, Zürich

Bücher

Spiritualität im Diskurs

Spiritualität liegt im Trend. Weit über den kirchlichen Sprachgebrauch hinaus hat sich die Rede von Spiritualität auf dem Beratungsmarkt, in der Medizin und selbst in der Firmensprache etabliert. In den letzten Jahren fand das Phänomen auch in der universitären Forschung vertiefte Aufmerksamkeit.

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Glauben an einen Gott, den es nicht gibt

Klaas Hendrikse legt dar, warum er glaubt, dass Gott sich in Beziehungen ereignet und dass «glauben» mehr mit dem Leben als mit Religion zu tun hat.

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Kunst

Kunst in der Kirche St.Mangen

In der St.Galler Kirche St.Mangen hängt bis zum 17. Mai eine Brot-Leiter.

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