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Religionen

Eine Woche der Begegnung zwischen Christen und Muslimen

04.11.2016
Im November feiern im Glarnerland christliche Kirchen und muslimische Glaubengemeinschaften zusammen die «Woche der Religionen». Eine Gelegenheit, um Brücken zu bauen.

Im November fand im Glarnerland wieder eine «Woche der Religionen» statt. Um das Anliegen dieser Woche – gegenseitiges Kennenlernen, Brücken bauen – konkret werden zu lassen, gab es Themen wie: Wie sieht die religiöse Erziehung von muslimischen Kindern und Jugendlichen im Kanton Glarus aus? Welche Rolle spielen schweizerische Muslime für arabisch sprechende Flüchtlinge, die neu bei uns ankommen? Was geschieht bei Spielgruppenkindern, wenn sie mit Kindern von anderer Herkunft, Hautfarbe und Religion zusammentreffen?

Schweizweit feiert die «Woche der Religionen» ihr zehnjähriges Jubiläum. Das interreligiöse Netzwerk «Iras Cotis» koordiniert unter dem Motto «Begegne mir – entdecke mich» jährlich rund 150 Veranstaltungen, die eine offene Haltung gegenüber Andersreligiösen fördern und die religiös-kulturelle Vielfalt in der Schweiz sichtbar machen wollen. Die Angebote sind vielfältig: Ein nachbarschaftlicher Besuch im Gotteshaus einer anderen Religionsgemeinschaft oder kultureller Austausch bei Kalligraphie, Theater oder Lesungen; Diskussionen über Humor, Versöhnung und Umwelt oder auch musikalische Begegnungen bei Gesang und Tänzen.

Regelmässige Treffen

Auch im Glarnerland gibt es seit vielen Jahren Anlässe in der Begegnungswoche. Ausgehend von einem interreligiösen Workshop 2009 hat sich vor allem das christlich-islamische Gespräch etabliert – im Dialog der Religionen. Inzwischen gibt es gute Kontakte zu den türkisch und albanisch sprechenden Gemeinschaften, die gerne ihre Türen öffnen, um sich vorzustellen. Es kommt zu regelmässigen Treffen. Ein Höhepunkt war vor zwei Jahren der Zyklus: «Der letzte Abschied – vom Umgang mit Sterben und Tod in den Religionen.» Die Abende waren gut besucht. Neben interreligiös Engagierten haben sich auch zahlreiche Leute aus Gesundheit und Pflege dafür interessiert, was zu einem islamischen Begräbnis gehört.

Pfarrer Edi Aerni / 4.11. 2016

 


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