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Leben & Glauben

Fleisch: Genuss oder Lebensmittel?

27.01.2017

«Bereits in meiner Jugend beschäftigte mich die Ernährung. Das Bewusstsein, dass für die gleiche Kalorienzahl sieben- bis zehnmal mehr Boden gebraucht wird, wenn ich mich mit Fleisch statt mit Pflanzen ernähre, war damals ausschlaggebend, eine Zeit lang vegetarisch zu leben. Später, als Mutter von drei Kindern, wich ich davon ab, um den Kindern alle Möglichkeiten offen zu lassen. Aber es war mir in dieser Zeit sehr wichtig, woher das Fleisch stammte. Für mich sind Tiere Lebewesen, die ein anständiges Leben verdienen. Wir sollten uns bewusst sein, dass der Standard der Tierhaltung im Ausland meist viel tiefer ist, denken wir an Hormone, Antibiotika, Urwaldrodung, Monokulturen, Transport… Wollen wir dies wirklich unterstützen? Übrigens werden die Tiere in der Schweiz zu grossen Teilen mit Futter aus ärmeren Ländern gefüttert: «Unser Vieh frisst das Brot der Armen.» Ich bin überzeugt, dass Gott die Welt ausgeglichen gedacht hat. Dabei gibt es Völker, die eher vegetarisch leben, andere essen mehr Fleisch und dritte leben vom Fisch. Was hat Gott für uns vorgesehen? Sicher nicht die Mengen an Fleisch, die heute bei uns vertilgt werden. Wir haben eine riesige Auswahl an regionalen pflanzlichen Produkten, womit ich prima ohne Fleisch kochen kann. Zentral finde ich allgemein, nur so viel zu uns zu nehmen und natürlich auch entsprechend einzukaufen, wie wir brauchen. Fleisch ist dabei ein Luxus, wie es Schokolade und Kaffee eigentlich auch wären.»


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Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


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