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Kirche

Was macht Schaukästen attraktiv?

Trotz digitalem Zeitalter – die Kirchgemeinden informieren weiterhin in ihren Schaukästen über das kirchliche Leben in ihrer Gemeinde. Der Kirchenbote hat sich im Thurgau umgesehen.


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Wann ist Gottesdienst und welche Angebote meiner Kirche könnten für mich von Interesse sein? Wer das wissen will, sucht im Internet oder findet Informationen im «Kirchenboten». Schlau machen kann man sich nach wie vor aber auch in den Anschlagkästen bei den Kirchen. Während in einigen lediglich die aktuelle Gemeindeseite aus dem «Kirchenbote» aufgehängt ist oder ein vergilbtes Blatt hinter schmutziger Scheibe darauf hinweist, dass es in dieser Kirche noch Gottesdienste gibt, geben sich andere Gemeinden sichtlich Mühe, ihre Angebote anzupreisen.

Was sagt der Fachmann?
Der «Kirchenbote» hat Thomas Gut von der Kreuzlinger Agentur «Gut Werbung» die Fotos verschiedener Anschlagkästen vorgelegt und nach seiner Meinung gefragt. Er sagt: «Persönlich sprechen mich die meisten Exponate an. Sie zeugen von einer lebendigen Kirchgemeinde.» Die Verantwortlichen seien zudem gewillt, Struktur in die Anordnung der Werbemittel zu bringen. Nüchtern betrachtet, hätten allerdings alle bei der Gestaltung «Luft nach oben». Die Motivation für die Arbeit am Aushang sei offensichtlich: «Das muss eben auch noch gemacht werden.»

Was kann man besser machen?
Thomas Gut empfiehlt: «Eine übergeordnete Idee erarbeiten: was ist die Kernbotschaft, die vermittelt werden soll? Und welche Elemente berücksichtigen wir dabei für die Gestaltung?» Auch hier gelte: weniger ist mehr. Eine Informationsstruktur sei zudem das A und O. Er würde sich darüber hinaus wünschen, dass in den Kästen immer Ordnung und Aktualität herrsche. Dies seien die Grundelemente, dass man einer Kommunikation vertrauen könne. Vergangenes müsse entfernt werden, Verblichenes ersetzt – vielleicht könne leerer Platz mit der frohen Botschaft gefüllt werden?
Zur Frage der Daseinsberechtigung sagt er: «Ja, ein Anschlagkasten ist auch im digitalen Zeitalter sinnvoll, weil dieser ein Imageträger einer lebendigen Gemeinde ist.» Der Begriff «Schaukasten» sei ihm lieber: «Es ist ein Schaufenster in das Wirken einer Kirchgemeinde und bringt Informationen dort an den Mann und die Frau, die unmittelbar vor Ort notwendig sind.»


(Text und Bilder: Barbara Hettich, 23. Januar 2018)

Vier Tipps von PR-Profi Markus Baumgartner

Vorerst muss die Zielgruppe bestimmt werden. Dabei ist zu beachten, wo der Schaukasten steht. Zweitens müssen die wichtigsten Kernbotschaften herausgeschält werden. Diese müssen mit positiven Aussagen möglichst ohne Moralisierung vermittelt werden. Drittens braucht es eine attraktive Botschaft. Dabei sagen Bilder oft mehr als tausend Worte. Für rasch kursierende Passanten darf es auch ein Slogan (Kernsatz) sein, der nicht länger als fünf bis acht Worte umfasst. Letzter Punkt: Die Motive und Slogans sollten alle vier bis sechs Wochen auswechselt werden.


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