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Gesellschaft

Und täglich grüsst der Pandabär

Seit meiner Matura wurde ich oft gefragt, was ich denn mit meinem Studium mal anfangen wolle, und ich habe mir viele Antworten darauf überlegt. Umweltbildung war keine davon.

Nun habe ich Vorlesungssäle gegen ein Grossraumbüro eingetauscht, meine Bücher gegen Strategiepapiere und Jahresberichte. Und statt der kopf- und armlosen Nike im Lichthof begrüsst mich nun jeden Morgen ein Lego-Panda. Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass ich das einmal spannend fände, hätte ich nur gelacht.

Und doch sitze ich nun tagtäglich am Computer, überlege mir, wie Kinder und Jugendliche am besten etwas über den Pinguin, den Biber und den Klimawandel lernen können, plane Lager und schreibe Bastelanleitungen. Letzteres war definitiv nicht Teil meiner Vorstellung von der Arbeit bei der grössten Umweltorganisation der Schweiz. Aber wenn ich ehrlich bin, war gar nichts hiervon Teil meiner Vorstellung davon, was ich nach dem Studium tun würde.

Wie in so vielen Fällen stimmt die Vorstellung davon, wie das Leben nach dem Studium sein würde, nicht mit der Realität überein. Und auch wenn ich mir an der Maturafeier noch vorgestellt habe, dass ich heute vor einer Kantiklasse stehen und ihnen Goethe näherbringen würde, ist das hier eigentlich geradeso spannend. Auch wenn ich mir vorgestellt habe, jetzt schon eine Festanstellung zu haben, ist es doch spannend, einfach für eine Zeit Einblick in eine NGO zu erhalten. Manchmal ist es doch interessant, einen anderen als den vorgesehenen Weg zu gehen.

Einen typischen Tag gibt es wohl wie an so vielen Orten nicht. Einmal Mails beantworten, einmal Christbaumdeko basteln, am nächsten Tag auf Lagerbesuch im Bauernhoflager. So viel zur Routine der Büroarbeit.

Neue Welt kennenlernen

Auch wenn es nach acht Jahren an der Uni gewöhnungsbedürftig ist, keine Sieben-Tage-Wochen mehr zu haben, dafür aber Acht-Stunden-Tage. Freie Wochenenden, dafür auch am Freitagmorgen noch früh aufstehen, wenn das Büro praktisch ausgestorben ist. Ein kleines bisschen Routine gibt es auch bei den Pandas, mit Meetings und Vorträgen und Brown Bag-Lunches. Und fast jeden Tag gibt es neue Projekte und Teile der Organisation zu entdecken.

Und so sehr mir die Schüler fehlen, die Bücher und die Lektionsvorbereitungen, so sehr geniesse ich es gerade, eine neue Welt kennenzulernen, die mir die Uni nicht zeigen konnte. Mal sehen, wohin es mich führt.

Melina Rüegg


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Ein Pop-Oratorium über den Reformator Martin Luther wird am 3. November erstmals in der Schweiz aufgeführt. Für das Projekt in St. Gallen wurden  Sängerinnen und Sänger gesucht, wie der Website des Trägervereins zu entnehmen ist.

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www.luther-oratorium.ch

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