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Politik

Frieden zu stiften ist unser Auftrag

23.03.2018
In den 80er-Jahren hiessen sie alle noch «Ostermärsche» – die gewaltfreien Friedenskundgebungen, die über die Ostertage gegen atomare Aufrüstung und Krieg stattfanden. In der heutigen Zeit grösserer geopolitischer Unsicherheiten ist die Frage aktueller denn je: Was hat der Frieden mit Ostern zu tun?

Weltfriede wird nur funktionieren mit gerechten und transparenten politischen und global-ökonomischen Verhältnissen. Friede auf Erden ist ein kleines und unvollkomme­nes Gleichnis des Friedens Gottes. Aber das ist ja schon viel. Veranstaltungen wie der Bodensee-Friedensweg halten die Erinnerung daran wach, dass wir noch nicht so weit sind. Solange hier Waffen produziert und verkauft werden, sind wir weit entfernt von friedlichen Verhältnissen.

Das Evangelium beschreibt unseren Auftrag als Christinnen und Christen: Frieden zu stiften, Versöhnung zu leben, Flüchtlinge zu beherbergen, Bedrohte zu schützen, für Gerechtigkeit einzutreten. Gewaltfreie Lösungen sind möglich. Sie sind schmerzhaft, weil sie eigene, besonders wirtschaftliche, Interessen berühren. Sie sind langwierig und müssen mühsam gelernt werden. Sie sind aber die Lösungen, die sich als roter Faden durch die Bibel ziehen und biblisch geboten sind.

Nicht nur in der Osterbotschaft ist der christliche Friedensgedanke verankert. Angefangen vom «Bogen, den Gott in die Wolken stellt» (Genesis 9,13) als ganz grosses Abrüstungs- und Friedensangebot für alle, die nachher geboren werden, redet die Bibel vom einem Frieden, in dem Todfeinde friedlich miteinander umgehen: Der Wolf lässt das Lamm in Ruhe. (Jesaja 65,25). Und mit einem Gott, der am Kreuz sein Leben für uns gibt, kann man keinen Krieg machen.

 


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Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


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