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Politik

Einigkeit beim Thema Frieden

23.03.2018
In den 80er-Jahren hiessen sie alle noch «Ostermärsche» – die gewaltfreien Friedenskundgebungen, die über die Ostertage gegen atomare Aufrüstung und Krieg stattfanden. In der heutigen Zeit grösserer geopolitischer Unsicherheiten ist die Frage aktueller denn je: Was hat der Frieden mit Ostern zu tun?

Ich werde am 2. April auf jeden Fall am Friedensweg in Bregenz dabei sein. Für die Thurgauer Jungsozialisten Juso gehört die Friedenskundgebung zu den Fixpunkten im Jahresprogramm. Am Friedensweg imponiert mir, dass sich Menschen mit ganz unterschiedlicher Motivation für den Frieden einsetzen und das nicht nur in einer Kundgebung zeigen, sondern sich in Workshops auch Gedanken machen, was sie selbst durch ihr eigenes Engagement zu einer friedlicheren und gerechteren Welt beitragen können.

Mir ist bewusst, dass die Teilnehmer des Friedenswegs sich in anderen Fragen nicht immer einig wären. Die Motivation für das Engagement für den Frieden ist unterschiedlich und doch sind wir uns hier einig. 

Dass kirchliche Gruppen mitmachen, verstehe ich so, dass ihre religiösen Überzeugungen sie dazu führen, sich für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt zu engagieren. Die Vorstellung, dass religiöse Menschen gesellschaftliche und politische Verantwortung für den sozialen und gesellschaftlichen Fortschritt übernehmen, ist mir aus meinem familiären Umfeld nicht fremd. Ich meine auch, dass es zu kurz greift, wenn es Leute gibt, die die Religionen dieser Welt mit Fundamentalismus und Fanatismus gleichsetzen und sie pauschal für Krieg und Gewalt auf dieser Welt verantwortlich machen. Religionen lassen sich dort instrumentalisieren, wo im Hintergrund wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkeiten bestehen.


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