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Gesellschaft

Co-Präsidium für Blaues Kreuz St. Gallen - Appenzell

09.04.2018
Die Hauptversammlung stand im Zeichen von Wahlen und Verabschiedungen. Die Rechnungen und die Budgets wurden genehmigt, die Berichte der Arbeitsbereiche zur Kenntnis genommen. Einmal mehr organisierte der Blaukreuz-Verein St. Gallen-West unter der Leitung von Elsbeth Messerli den Anlass.

Esther Frei, Mogelsberg und René Lutz, St. Gallen leiten künftig das Blaue Kreuz St. Gallen – Appenzell. Noëmi Huber, St. Gallen, Elisabeth Hehli, Grabs, und Rahel Müller, Rheineck arbeiten künftig in der Verbandsleitung mit. Mit einem Präsent verabschiedet wurden vier Präsidenten: Max Bänziger, Wald, Verband St. Gallen - Appenzell, Hansueli Scherrer, Nesslau, Heimkommission Wohnheim Felsengrund, Stein, Urs Leuenberger, Waldstatt, Hauskommission Jugend- und Freizeithaus Hirschboden, Gais und Werner Rolli, Vereinspräsident Wattwil.

Prävention ist nötig und wirkt
Im Auftrag von Kantonen und Gemeinden wurden im Berichtsjahr über 400 Alkohol- und Tabaktestkäufe durchgeführt. Leider halten sich noch immer mehr als 30 % der Betriebe nicht an die Jugendschutzbestimmungen. Beliebt ist die alkoholfreie Blue Cocktail Bar an Anlässen und mit Mixworkshops. Im neuen Jahr soll ein Barmobil angeschafft werden, um noch einfacher an verschiedenen Anlässen präsent zu sein.

Alkoholberatung
Die Beratungsarbeit in St. Gallen bewegte sich im Rahmen des Vorjahres. 83 Klientinnen und Klienten suchten erstmals die Fachstelle auf. 84 Ratsuchende beendeten die Beratung. Das Team führte über 1000 Gespräche und war für gut 100 Gruppentreffen verantwortlich. Auch 98 Telefon- und 26 Mailberatungen fanden statt. Etwas Sorgen machen die Gesprächsgruppen, weil sich immer weniger Männer und Frauen für einen Gruppenbesuch entschliessen. Gut angelaufen ist das neue Angebot «Ambulanter Alkoholentzug in fünf Tagen». 

Suchtberatung Appenzell Innerrhoden gut angelaufen
Seit dem 1. Oktober 2017 führt das Blaue Kreuz im Auftrag des Kantons die Suchtberatung von Appenzell Innerrhoden mit einem Stellenumfang von 30 %. Beratungen finden freitags in Appenzell, zusätzlich in St. Gallen und bei Bedarf in Oberegg statt. Ratsuchende schätzen, dass die Suchtberatung jeden Tag erreichbar ist und Beratungstermine sehr flexibel abgemacht werden können. 

Wohnheim Felsengrund IVSE-anerkannt
Seit 1.1.2018 ist das Heim ein anerkannter stationärer Heimbetrieb. Diese Anerkennung vereinfacht den einweisenden Stellen das Finanzwesen und vereinfacht die administrativen Aspekte. Der Felsengrund kann 25 Männer und Frauen beherbergen, die wegen ihrem übermässigen Alkoholkonsum nicht mehr allein wohnen können. 

Brockenstuben florieren
Alle drei Läden in St. Gallen, Berneck und Gais konnten den Umsatz leicht steigern und helfen mit dem Gewinn, die Präventions- und Beratungsarbeit mitzufinanzieren. Das gute Ergebnis ist dank der 72 Freiwilligen, die wieder mehr als 12‘500 Stunden investiert haben, möglich geworden. Gut 67‘000 Kunden haben etwas gekauft und viele von ihnen haben auch guterhalten Waren geschenkt.

Freiwillige sind unverzichtbar 
Seit jeher spielt die Freiwilligenarbeit eine wichtige Rolle. Verschiedene Aufgaben und Angebote wären nicht möglich, wenn nicht mehr als 100 Freiwillige die Arbeit der Angestellten unterstützen würden. Mindestens 19‘000 Stunden wurden im Berichtsjahr unbezahlt geleistet. Der Anteil der Freiwilligenarbeit ist in den Brockenstuben am höchsten.  

Weitere Informationen und Auskunft:

Blaues Kreuz, St. Gallen – Appenzell, Kugelgasse 3, Postfach 28, 9004 St Gallen, Telefon 071 231 00 31, info-sg-app@blaueskreuz.choder www.blaueskreuz-sg- app.ch

 

Text und Fotos: Blaues Kreuz – Kirchenbote SG, 9. April 2018


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