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Politik

Gott hält an seinem Volk fest

23.04.2018

Vor dem Hintergrund, dass das jüdische Volk während zwei Jahrtausenden immer wieder verfolgt und unterdrückt und durch Judenverfolgung und -vernichtung durch den Nationalsozialismus in Deutschland fast ganz zerstört wurde, erscheint mir die Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 als legitim: Das jüdische Volk hat einen Ort, wo es sicher und autonom leben kann. Zur heilsgeschichtlichen Bedeutung der Gründung des Staates Israel ist mir als warnendes Beispiel vor Augen, dass die Amtskirchen in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus dem NS-Staat heilsgeschichtliche Bedeutung zugeschrieben haben. Deshalb bin ich sehr zurückhaltend, politische Ereignisse theologisch zu deuten. Doch glaube ich an Gottes Treue – «…der Treue hält ewiglich» (Psalm 146,6). Gott hat sein Volk Israel erwählt und hält an ihm fest. Die fortdauernde Existenz des Volkes Israel ist für mich ein Zeichen von Gottes Treue. In der Tradition der alttestamentlichen Propheten nehme ich aber auch den Anspruch ernst, Frieden und Gerechtigkeit zu verwirklichen. Gottes Treue gilt jedoch allen Menschen. Im Nahostkonflikt fühle ich mich den Friedensbemühungen verpflichtet. Ich finde deshalb den Kontakt zu beiden Konfliktseiten wichtig. Eine Zwei-Staaten-Lösung scheint mir die einzige realistische Konfliktlösung zu sein.
Ich halte es für wichtig, die Friedenskräfte auf beiden Seiten zu unterstützen und zu ermutigen. Das einzige Mittel gegen den Krieg ist der Dialog.


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Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


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