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Religionen

Tatort Reformation – Einheit in Christus

Die Reformation hat viel in Bewegung gebracht. Menschen haben sich auf das Evangelium besonnen, sich verändert und gehandelt. Wie sich am Geburtstagsfest in Buchs gezeigt hat, brachte jede Generation neue Glaubensgemeinschaften und Kirchen hervor. «Die Kirche muss sich weiterhin reformieren», lautete die Botschaft.

«Christus ist der Stamm, aus dem verschiedene kirchliche Gemeinschaften gewachsen sind», machte Marcel Wildi, reformierter Pfarrer in Buchs und Moderator des Geburtstagsfestes, in der Begrüssung bewusst. Mit einem weitverzweigten Baum symbolisierte er die Veränderungen während der vergangenen 500 Jahre. In Tischreden, denen jeweils ein Gang des Nachtessens folgte, gingen die beteiligten Kirchen den Entwicklungen und Verzweigungen seit Ulrich Zwingli nach. 

Evangelium neu lesen
Ulrich Zwingli (Pfarrer Thomas Beerle) trat persönlich auf, interviewt von Martin Frey, Pfarrer der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams. Das Evangelium in Wahrheit verkünden, war damals seine Absicht, nachdem er Christus durch die Bibel neu entdeckt hatte. Zwingli erzählte von den Veränderungen und der Abkehr von pompösen kirchlichen Ritualen und Klöstern, hin zur Unterstützung von Armen, Kranken und den Bauern. Sein Rat am Schluss: «Entdeckt Christus neu! Lest das Evangelium, als wäre es das erste Mal, und setzt es um! Zeigt euch gehorsam ihm gegenüber!» 

Hin zur Gemeinsamkeit
Damals folgten der neuen Sicht grosse Schwierigkeiten. Die Kirche und die Regierung schauten sich gegenseitig auf die Finger, es gab Kriege zwischen den Katholiken und den Reformierten. Der Sonderbundskrieg von 1847 war dann die letzte Auseinandersetzung, aber erst der Zweite Weltkrieg schwächte die Gegensätze ab und die Annäherung und das Gemeinsame gelangen zusehends. Die Evangelische Allianz Werdenberg betont das Gemeinsame, die Einheit in Christus, und sieht die Unterschiede als Bereicherung an.

500 Kerzen brennen
Die Vertreter der übrigen Kirchen erzählten von der Entstehung und Entwicklung ihrer Gemeinschaften. Allen ist eigen, dass sie sich auf das Evangelium berufen. Die Formen, die Ansprache und Strukturen unterscheiden sich. «Jesus in uns zum Vorschein bringen», das war die Einladung von Timon Hofmänner, Vertreter der Jugend und des jüngsten Astes, der GospelHouse Church. 

Die Krönung des Abends: Auf 16 Torten brannten 500 Kerzen; entzündet von Vertretern aller Kirchen. Happy Birthday!

 

Text | Foto: Cecilia Hess-Lombriser  – Kirchenbote SG, Mai 2018

 


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Tenöre gesucht– Luther Oratorium in St. Gallen!  | Artikel

Ein Pop-Oratorium über den Reformator Martin Luther wird am 3. November erstmals in der Schweiz aufgeführt. Für das Projekt in St. Gallen wurden  Sängerinnen und Sänger gesucht, wie der Website des Trägervereins zu entnehmen ist.

Zur grossen Freude der Organisatoren ist der 300-köpfige Projektchor zum Luther-Pop-Oratorium bereits praktisch voll besetzt, und er soll auch noch grosszügig «überfüllt» werden.Was aber noch fehlt, sind 25 weitere Männerstimmen – vorzugsweise Tenöre (oder Tenösen)! Wer hat noch nicht, wer will nochmal? «Wir freuen uns über jede weitere Anmeldung!», schreibt Andreas Hausammann.

www.luther-oratorium.ch

Mitmachen kann man unabhängig von kirchlicher Zugehörigkeit. Eine Anmeldung ist nur online möglich!


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Seit Ende September lädt der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) die Bevölkerung ein, über den Glauben nachzudenken. Dies geschieht mit einer Plakatkampagne oder mit den zwölf theologischen Kurzbotschaften, den Glaubenstweets. Lassen Sie sich vom Gezwitscher inspirieren!


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Der Flyer und die Velokarte dazu