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Kultur

Die Bibel und das Bike

Die St.Galler Kantonalkirche nahm 2003 einen Trend vorweg. Als der Begriff E-Bike noch in den Sternen stand, setzte sie aufs Fahrrad und eröffnete den Bibel-Veloweg. Zeit also, ihn wieder in Erinnerung zu rufen.

2017 gingen rund 30 000 E-Bikes über den Ladentisch: Der Trend zum motorisierten Velofahren hält an und ermöglicht es, auch einen Ausflug im coupierten Gelände zu machen, als Grossvater mit dem Enkelkind, als Mutter mit der Tochter, als Vater mit dem Sohn oder als ganze Familie. Dabei eignet sich der zum 200-Jahr-Jubiläum der St.Galler Kantonalkirche eingeweihte Bibelveloweg ideal.

Umsetzung in heutige Zeit
Vor praktisch jeder evangelischen Kirche im Kanton St.Gallen steht seit Mai 2003 eine der 74 farbigen Bibel-Velowegtafeln. Darauf wird jeweils eine Geschichte aus einer Kinderbibel so erzählt, dass auch Erwachsene gespannt weiterlesen. Über 700 Schulkinder aus verschiedenen Gemeinden hatten im Religionsunterricht zu diesen Geschichten Bilder gezeichnet. Eine Auswahl davon illustriert den Text auf jeder Tafel. Um diese Bibeltexte auch heute zu verstehen, fügten Pfarrpersonen Hintergrundinformationen an und wagten eine Umsetzung der Geschichten in die heutige Zeit. Die Tafeln haben an Aktualität nichts verloren.

«Mit der ganzen Familie quer durch die Bibel fahren»

Am eigenen Wohnort

Der Einstieg in eine grosse oder kleine Fahrt fällt leicht, kann am eigenen Wohnort erfolgen. Und da jede Tafel in sich abgeschlossen ist, darf der Ausflug auch an einem beliebigen Ort beendet werden. Die Tafeln des «Bibel-Veloweges» sind durch das offizielle, rotmarkierte Velowegnetz miteinander verbunden. Und um von einem Standort zum andern zu finden, wird in einem Prospekt der Plan der ganzen Strecke rund um den Kanton aufgezeichnet. Auch mithilfe der Kartenausschnitte auf den Tafeln kann der Weg zum nächstgelegenen Standort problemlos gefunden werden. Bibel und Bike ergänzen sich ideal. Wann probieren Sie es aus?

 

Text | Foto: Katharina Meier  – Kirchenbote SG, Juni-Juli 2018

 

 


KIRCHENBOTE E-PAPER

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Karsten Risseeuw neuer Kirchenbote-Redaktor  | Artikel

Der Kirchenrat der Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen hat aus insgesamt 23 Bewerbungen Karsten Risseeuw als Nachfolger für Andreas Schwendener gewählt. Vom Redaktionsteam unterstützt, arbeitet er sich zurzeit in die vielschichtigen Aufgaben eines Kirchenbote-Redaktors ein. Mehr zu seiner Person verrät er Ihnen gleich selbst. 

 


Das Buch der Bücher – von Josef Geier  | Artikel

Der St.Galler Künstler Josef Geier konnte anslässlich des Reformationsjubiläums eine Skulptur in der Form einer begehbaren Bibel verwirklichen. Das Werk stand bei der Universität (Themenschwerpunkt: Bildung), auf dem Klosterplatz (Themenschwerpunkt: Basis & Beteiligung, beim Vadiandenkmal (Themenschwerpunkt: Befreiung) und beim Bahnhof (Themenschwerpunkt: Bewegung). In diesem Kurzporträt erzählt der Künstler, wie es zu diesem Projekt kam, das die Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen unterstützte. 

 


Uraufführung von Peter Roths Requiem  | Artikel

Im Auftrag der St. Galler Kantonalkirche hat der Musiker und Komponist Peter Roth ein Requiem geschaffen

Uraufführungen: 
Samstag, 3. November: 20 Uhr, Klosterkirche, Alt St. Johann  
Sonntag, 4. November: 17 Uhr, Kirche St. Laurenzen, St. Gallen