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Politik, Religionen

Ein Projektbeitrag und das b’treff-Fest

Die zweijährige Projektphase des Integrationsprojekts «zäme-wachse» im Unteren Toggenburg erzielte beachtliche Erfolge. Auch die Zusammenarbeit mit den Sozialämtern funktioniert gut und entlastet diese in ihrer täglichen Arbeit. Nun soll das Integrationsprojekt fester Bestandteil in den Strukturen und Aufgaben des b’treffs in Bütschwil werden. Dass dies eine gute Lösung ist, zeigte auch das b’treff-Festes vom 9. Juni.

Das Integrationsprojekt der katholischen und evangelischen Kirchgemeinden im Unteren Toggenburg, in Zusammenarbeit mit den politischen Gemeinden Mosnang und Bütschwil-Ganterschwil, ist am 1. Juli 2016 gestartet. Freiwillige Begleitpersonen bieten neu ankommenden Asylsuchenden ihre Unterstützung an. In Zusammenarbeit mit den Sozialämtern unterstützen die Begleitpersonen die Zugewanderten bei den alltäglichen Tätigkeiten, wie z.B. Bus- und Zugbillette lösen, Abfall entsorgen, Vermittlungsarbeit bei Schul- und Kursbesuchen etc. Sie erleichtern den Kontakt der Asylsuchenden mit Nachbarn und anderen Personen im Dorf und können bei der Teilnahme am öffentlichen Leben vermittelnd wirken. 

Politische Gemeinde sichert Beitrag zu
Die Projektgruppe besteht aus Personen der Gemeinden Mosnang und Bütschwil-Ganterschwil, der Landeskirchen sowie anderen Fachpersonen. In den Jahren 2016 bis 2018 wurde das Projekt «zäme-wachse» von den Landeskirchen finanziell unterstützt. Nun wird das Angebot «zäme-wachse» in die Strukturen und Aufgaben des b’treffs  eingefügt. Die Leitungskommission b’treff wird die Gesamtleitung übernehmen. Die totalen jährlichen Kosten des Projekt «zäme-wachse» betragen Fr. 21’500.-. Die Hälfte der Kosten geht zu Lasten der Kirchgemeinden. Für die andere Hälfte beantragte die Projektgruppe die Beteiligung durch die Gemeinden Mosnang und Bütschwil-Ganterschwil. Der Gemeinderat Bütschwil-Ganterschwil hat den Antrag auf Erhöhung des Gemeindebeitrages an den b’treff bereits gutgeheissen. 

B’treff-Fest
Am Samstag. 9. Juni lud der b’treff in Bütschwil zum Sommerfest. Bei strahlendem Wetter trafen sich Menschen aus verschiedenen Nationen zum fröhlichen Beisammensein. Und: Die internationale Zusammenarbeit gelingt immer besser.

Im b’treff in Bütschwil begegnen sich das ganze Jahr Menschen, die in unterschiedlichsten Lebenssituationen auf dem Weg sind. Einheimische in anspruchsvollen Phasen, Asylsuchende, Flüchtlinge oder Besucher und Besucherinnen, die einfach nette Gesellschaft bei einer Tasse Kaffee schätzen, alle sind jederzeit vertreten und herzlich willkommen. Beim jährlichen Fest auf dem Bahnhofsareal kommt das gute Zusammensein besonders zum Ausdruck und wird gefeiert.

Bratwurst von der «ReformierBar»
Bis in den Nachmittag hinein erfreuten einheimische Klänge einer Stobete Musig ebenso wie die mitreissenden Lieder des IAS-Chors mit kulturell gemischten Sängerinnen und Sängern. Leckereien aus verschiedenen Ländern konnten genossen werden. Sei es ein guter Kaffee aus Eritrea zusammen mit einer kleinen pikanten Pastete. Sei es ein Stück einer Brotfrucht, gebackene Bananen mit Honigsauce, ein Curry aus Sri Lanka oder die beliebte Bratwurst von der «ReformierBar».

Gute Zusammenarbeit
Frauen und Männer aus der Türkei, dem Irak, dem Kongo oder Eritrea verkauften gemeinsam mit Einheimischen Produkte aus den eigenen Werkstätten des b’treffs. Kulinarische Produkte gingen ebenso über den Ladentisch, wie Holzspielsachen, Gebrauchsgegenstände oder textile Werkarbeiten.Beim Aufbau der Stände, beim Verkauf und bei den Aufräumungsarbeiten – die internationale Zusammenarbeit gelingt immer besser, wie Sylvia Suter, die Leiterin des b’treffs erfreut feststellen durfte. Das Fest ermöglicht jedes Jahr Begegnungen und Annäherungen der Menschen in Respekt und Solidarität, quer durch viele Kulturen. 

  

Text: Monika Rösinger/Gemeindemitteilung - Bilder: Enzo Fuschini – Kirchenbote SG, 11. Juni 2018


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