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Kirche

Berührende Begegnungen zur SchöpfungsZeit 2018

Unter dem Motto «Taste, fühle, begreife» ist am Freitagabend, 31. August, in St. Gallen und Rheinfelden die SchöpfungsZeit eröffnet worden. Rund achtzig Personen haben die Anlässe trotz trübem Wetter besucht. In der ganzen Schweiz feiern im September viele Kirchgemeinden und Pfarreien die SchöpfungsZeit.

Das abwechslungsreiche Programm im Botanischen Garten von St. Gallen hat rund fünfzig Personen aus allen Altersgruppen angezogen. Die Physiotherapeutin und Qi Gong-Lehrerin Petra Martinet erläuterte in ihrem Hauptreferat, wie wir Menschen über die Haut in ständiger Verbindung mit der Natur sind. Mit einer Hand- und einer Herzmeditation zeigte sie den Teilnehmenden, wie mit einfachen Übungen die Tiefensensibilität gestärkt werden kann.

Pflanzlicher Tastsinn
Der Leiter des Botanischen Gartens, Hanspeter Schumacher, führte durch das Tropenhaus und zeigte, wie Pflanzen den Tastsinn anregen, beispielsweise das in mediterranen Regionen wachsende feingliedrige Nebelstraussgras. Die Passionsblume wiederum, die nur einen relativ dünnen Stamm bildet, hält sich zusätzlich mit Ranken fest, die sich zurückbilden, wenn sie keinen Halt finden – ein Beispiel für den pflanzlichenTastsinn.

Liebende Berührung, Händedruck
Im Abendsegen, den Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften gestaltet haben, ging es um den Lobpreis der Berührung. Wer wollte, konnte an biblisch gut bezeugten Berührungsritualen teilnehmen, dem Kuss des Lebens, der heilenden bzw. der liebenden Berührung und auch dem Händedruck. Es gelang den Organisierenden gut, die schwierige Balance zwischen erlaubter Nähe und notwendiger Distanz zu halten. Die berührende Feier klang mit einem gemeinsamen Apéro aus. Der SchöpfungsZeit-Auftakt in St. Gallen ist in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Religionsgemeinschaften der ACK SG/AR/AI und weiteren Institutionen gestaltet worden.

 

Text und Fotos: Kurt Zaugg-Ott, oeku, Bern  – Kirchenbote SG, 3. September 2018

September ist SchöpfungsZeit

Über 800 Kirchgemeinden, kirchliche Organisationen und Einzelpersonen unterstützen den ökumenischen Verein oeku Kirche und Umwelt. Die oeku ist über den Vorstand mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund und der Schweizer Bischofskonferenzverbunden.

Die Schweizer Kirchen empfehlen, die SchöpfungsZeit vom 1. September bis zum 4. Oktober zu feiern. Seit 1993 erarbeitet die oeku Unterlagen für die Gestaltung von Gottesdiensten und weiteren Anlässen zur SchöpfungsZeit. 2016 hat die oeku eine Themenreihe zu den fünf Sinnen begonnen. Das Sparen von Energie in kirchlichen Gebäuden ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt in Kursen und Publikationen der oeku. Seit 2015 führt sie zudem die Geschäftsstelle für das kirchliche Umweltzertifikat «Grüner Güggel» und bildet kirchliche Umweltberater aus. Bis Anfang dieses Jahres haben gut zwanzig Kirchgemeinden und kirchliche Institutionen das Zertifikat erreicht oder sind auf dem Weg dazu. Ebenso hat die oeku das Umwelthandbuch für Kirchgemeinden «Es werde grün» herausgegeben(2015).

Die oeku wendet sich als kirchlich-ökologische Stimme zu umweltpolitischen Themen wie Klima- und Energiepolitik, Raumplanung oder Verkehrspolitik an die Öffentlichkeit.

www.schoepfungszeit.ch


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

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