Logo
Kirche, Leben & Glauben

Pak Fredi – ein Urwaldriese im Missionsdschungel

08.11.2018
Wo immer draussen «Basel» draufsteht, da kennt man den Pak Fredi, unseren Reiseleiter und Geschichtenerzähler. Zehn Jahre Einsatz in Indonesien (Aufbau und Leitung von Holzfachschulen) und anschliessend 40 Jahre Arbeit für die Basler Mission haben Spuren hinterlassen. Wo Fredi Hirt auftaucht, da wird viel gelacht und in Erinnerungen geschwellt... Er ist ein wandelndes Missionslexikon zur neueren Geschichte der Basler Mission.

Drei Müsterchen:

-      1971 war Fredi Hirt mit seiner Familie gerade seit einem Jahr in Indonesien tätig. Da besuchten sie Studienkollegen, die für die Basler Mission in Sabah tätig waren. Damals waren Reisen auf Sabah ein Abenteuer bei dem man immer auf Überraschungen gefasst sein musste. Zum Beispiel wurde der gebuchte Flug kurzfristig andersweitig eingesetzt, so dass die junge Familie einen grossen Umweg machen musste und die Reise statt der geplanten drei Tage acht Tage dauerte! Als sie schliesslich doch noch ankamen, erlebten sie ermutigende Gemeinschaft und bestiegen mit ihren Freunden den Mount Kinabalu (4095 Meter über Meer) – lange vor allen Touristenströmen. Seit diesen Tagen kennt Fredi Hirt Sabah und hat es immer wieder besucht. 

-      Die Familie Hirt lebte und arbeitete in Indonesien auf der Insel Kalimanten (welche die Malayen Borneo nennen) an der Holzfachschule Mandomai. Diese konnte von der Küste aus nur per Schiff, 70 Kilometer den Fluss hoch, erreicht werden. Geld, Lebensmittel und auch Briefe von zuhause gab es nur an der Küste. Die Holzfachschule wurde von Einheimischen im grossen Umkreis besucht und schon sehr früh wurden auch Mädchen ausgebildet. Im Auftrag der indonesischen Regierung bauten sie unter anderem drei Bogenbrücken aus Eisenholz (70 Meter Spannweite), von denen eine noch bis heute im Betrieb ist. 

-      Zurück in der Schweiz organisierte Fredi Hirt unter anderem unzählige Begegnungsreisen in alle Einsatzgebiete der Basler Mission. Überall ging er mit den Reisegruppen den Einsätzen der Basler Missionare nach, um zu sehen und zu erleben, was davon langfristig geblieben war. In China war die Basler Mission seit 1846 tätig. 1951 musste der letzte Missionar das Land verlassen. Viele hatten ihren Einsatz auch mit dem Leben bezahlt. In den 1980er Jahren war es wieder möglich, nach China zu reisen und Kirchen und Institutionen zu besuchen, die von der Basler Mission gegründet worden waren. 1986 besuchte Fredi Hirt mit der ersten Reisegruppe nach der Kulturrevolution das ehemalige Missionsspital der Basler Mission in Meixian (Hakka-Gebiet, nordöstlich von HongKong). Das Spital ist heute ein Regierungsspital mit 3500 Betten und 1000 Ärzten. 2017 wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 120-Jahr-Jubiläum des Spitals auch ein Museum eingerichtet, das die Entstehungsgeschichte des Spitals aufzeigt inklusive der wichtigen Rolle der verschiedenen Basler Missionare. 

Obwohl Fredi seit 16 Jahren pensioniert ist, sprüht er nur so vor Energie und Freude an den verschiedenen Begegnungen auf den Reisen. Auch unsere Sabah-Reise wird nicht seine letzte sein...


(8. November 2018)


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.