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Kultur

1000 Jahre Basler Münster

Auftakt zum Jubiläumsjahr

29.11.2018
Das Museum der Kulturen setzt am 9. Dezember mit einem Schiff der Basler Mission symbolisch über ins Münster. Es übergibt damit den Jubiläums­stab ans Münster, das im Jahr 2019 seine Ein­weihung vor 1000 Jahren feiert.

Am 9. Dezember kann man den Sonntag von 10 bis 19.30 Uhr zwischen dem Museum der Kulturen, dem eigentlichen Archiv der Basler Mission, und dem Münster verbringen. Nach dem Gottesdienst um 10 Uhr im Münster finden verschiedene Veranstaltungen im Museum der Kulturen statt. Um
15 Uhr erfolgt der Festakt mit der Schiffsübergabe im Münster. Es sprechen Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann, Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field, Museumsdirektorin Anna Schmid und Architekt Peter Zumthor. Im Rahmen der Feier tritt der Schweizer Seemannschor Störtebekers auf.

Stabsübergabe mit Symbolkraft
2018 feierte das Museum der Kulturen sein 125-jähriges Bestehen. 2019 wird das Basler Münster sein 1000-Jahr-Jubiläum begehen. Zum Abschluss seiner Feierlichkeiten setzt das Museum der Kulturen ein Zeichen nachbarschaftlicher Verbundenheit und übergibt den Jubiläumsstab in Form eines Schiffes ans Basler Münster. Das Museum der Kulturen verdankt seine Entstehung und einen grossen Teil seiner bedeutenden Sammlung der Arbeit der Basler Mission. Dessen Missionare sammelten in Indien, Afrika und Asien Kulturschätze und brachten diese an den Rhein. «Die Missionare reisten mit dem Schiff an. Es war das Transportmittel in andere Kulturen», sagt dazu Schröder Field. 
Die Stabsübergabe in Form eines Schiffes finde in der Adventszeit statt. Schiffe symbolisierten im Christentum die Gemeinde und die schwangere Maria. Deshalb sei sie sofort auf dieses Symbol angesprungen, sagt Schröder Field.

Gute Nachbarn
Das Basler Münster und das Museum der Kulturen Basel sind seit jeher gute Nachbarn. Beide liegen einen Steinwurf voneinander entfernt am Münsterplatz. Auch inhaltlich kommt dies nicht von ungefähr. «Ethnologie und Theologie haben viel gemeinsam», stellen Museumsdirektorin Anna Schmid und Münsterpfarrerin Caroline Schröder Field fest. Schröder Field meint, das liege daran, wie das Museum die Ausstellungen konzipiere. «Nichts museal Verstaubtes. Da berühren sich euer Bildungs- und unser Verkündigungsauftrag.» 
Schmid erläutert, was hinter dem musealen Bildungsauftrag steht: «Wir versuchen zu übersetzen. Das Thema für die Abschlussveranstaltung unseres Ju-biläumsjahres lag also auf dem Tisch. Übersetzen nicht im sprachlichen Sinn, sondern im kulturellen.» Und die Ethnologin Schmid spricht eine weitere Bedeutung des Über-setzens an: Wenn der Fährmann die Toten auf die andere Seite, ins Jenseits bringt. «Übersetzen bedeutet also auch, woanders anzukommen.»

Programm unter: www.baslermuenster.ch/kirchliches-leben/1000-jahre-basler-muenster

Toni Schürmann, 28. November 2018


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