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Kultur

Den Stiftern und Gott sei Dank

Das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde machte das Basler Münster durch seine Stiftung vor tausend Jahren zu einem eindrücklichen Kaiserdom. Damit verhalfen sie Basel zu neuem Glanz. 2019 feiert die Stadt ihr Münster.

Deutschland und Frankreich haben es bereits gefeiert, für die Schweiz ist es das erste Mal und einzigartig: das 1000-Jahr-Jubiläum eines Kaiserdoms. Nach Mainz (2009), Bamberg (2012), Strassburg und Merseburg (2015) sowie Worms (2018) ist die Reihe nun am Basler Münster.

Im Jahr 2019 feiert Basel sein Münster. Der Bau besticht nicht nur durch seine Architektur im romanischen und gotischen Stil, mit der Galluspforte, dem Westportal und seiner erhöhten Lage auf der Pfalz, einem beliebten Aussichtspunkt. Im Münster fanden auch viele Ereignisse von historischer Bedeutung statt. Während des Konzils wurde im Münster im Jahre 1439 der Gegenpapst Felix V. gewählt. Das Konzil selbst war Wegbereiterin für die Gründung der Universität Basel 1460, der ältesten Uni der Schweiz. Und der Humanist Erasmus von Rotterdam liegt im Basler Münster begraben.

Friedenskongress vor dem 1. Weltkrieg
Anlässlich der drohenden Gefahr des 1. Weltkrieges versammelten sich 1912 im Basler Münster die Sozialisten zu einem Friedenskongress, um der wachsenden Furcht vor einer militärischen Auseinandersetzung der Grossmächte in Europa entgegenzutreten. Und im September 2018 tagte im Münster die 8. Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Aber zurück zu den Anfängen ins 11. Jahrhundert: Gestiftet vom Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde, fand die Weihe des Münsters am 11. Oktober 1019 statt. Das genaue Datum kennt man aus einer spätmittelalterlichen Schriftquelle. Der Chronist und Kaplan am Basler Münster, Nicolaus Gerung, genannt Blauenstein, beschreibt im 15. Jahrhundert aufgrund der ihm vorliegenden Urkunden detailgetreu die Umstände der Weihe. Am 11. Oktober 1019 waren neben Kaiser Heinrich der Basler Bischof Adalbero I. als Bauherr und zahlreiche Bischöfe der umliegenden Diözesen anwesend.

Umfassende Monografie zum Jubiläum
Im Jubiläumsjahr 2019 erscheint eine umfassende Münstermonografie. Seit 2012 arbeitet ein sechsköpfiges Autorenteam daran, ein wissenschaftliches Gesamtwerk zum Basler Münster zu verfassen. Letztmals wurde eine solch umfassende Publikation im Jahr 1895 veröffentlicht. Die Buchvernissage von Band X. in der Reihe «Die Kunstdenkmäler des Kantons Basel-Stadt» der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte findet am Freitag, 11. Oktober 2019, auf den Tag genau 1000 Jahre nach der Weihe des Münsters, statt.

Wer es lieber digital mag, dem sei die Basler-Münster-App bamü aus dem Jahr 2017 empfohlen. Diese gibt historisch und kunsthistorisch Interessierten einen hervorragenden Überblick über den berühmtesten Basler Sakralbau.

Toni Schürmann, kirchenbote-online, 19. Dezember 2018


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Seit einigen Jahren wird der Kirchenbote für den Versand in Folie eingeschweisst. Regelmässig erreichen uns Anfragen zu dieser Folierung: «Geht das nicht umweltfreundlicher?» Die Kirchenbote-Kommission evaluiert zurzeit verschiedene Alternativen. 

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Das Buch der Bücher – von Josef Geier  | Artikel

Der St.Galler Künstler Josef Geier konnte anslässlich des Reformationsjubiläums eine Skulptur in der Form einer begehbaren Bibel verwirklichen. Das Werk stand bei der Universität (Themenschwerpunkt: Bildung), auf dem Klosterplatz (Themenschwerpunkt: Basis & Beteiligung, beim Vadiandenkmal (Themenschwerpunkt: Befreiung) und beim Bahnhof (Themenschwerpunkt: Bewegung). In diesem Kurzporträt erzählt der Künstler, wie es zu diesem Projekt kam, das die Evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen unterstützte. 

 


Uraufführung von Peter Roths Requiem  | Artikel

Im Auftrag der St. Galler Kantonalkirche hat der Musiker und Komponist Peter Roth ein Requiem geschaffen. Die Uraufführungen in St. Gallen und in Alt St. Johann zogen über 1500 Interessierte in Bann. Wer keinen Stuhl mehr ergattern konnte, dem bietet sich im kommenden Jahr nochmals die Gelegenheit «Wisst ihr denn nicht?» zu erleben, und zwar am: 


Samstag, 23. Februar 2019, 20 Uhr, in der evang. Kirche in Teufen
Sonntag, 10. März 2019, 17 Uhr, Kirche St. Maria Neudorf, St. Gallen
Samstag,15. Juni 2019, 20 Uhr, Grossmünster, Zürich
Sonntag, 23. Juni 2019, 17 Uhr, Lukaskirche, Luzern