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Kultur

Sarah Fakhoury

Der Stift «verselbständigt» sich

20.12.2018
Schreiben ist die grosse Leidenschaft von Sarah Fakhoury. Am liebsten verfasst sie Weihnachtsgeschichten. Mit ihnen möchte sie nicht nur Freude bereiten, sondern eine Botschaft transportieren.

Schon als Schülerin habe sie gerne geschrieben und gedichtet, erinnert sich Sarah Fakhoury. Den nötigen Kick zum Schreiben erhielt sie aber erst vor acht Jahren. Damals kam ein Magazin auf sie zu und fragte, ob sie eine Kolumne schreiben möchte. Nun verfasst die Thurgauerin regelmässig Kurzgeschichten rund um Weihnachten. So auch die Geschichte vom Esel, der dem lebendigen Wasser begegnete (hier gehts zur Geschichte).

Freude machen, Spannung wecken
In diesem Jahr ist bereits ihr zweites Buch erschienen. Es trägt den Titel «Ein Lebkuchenhaus für Urgrossmutter» und ist kein «gewöhnliches» Buch, sondern ein Adventskalender: Jedem Tag vom 1. Dezember bis Weihnachten ist ein eigenes Kurzkapitel gewidmet. Die Idee sei entstanden, als sie einen Adventskalender für Verwandte und Bekannte gestaltete. Die Fortsetzungsgeschichten kamen so gut an, dass Sarah Fakhoury sie allen zugänglich machen wollte. «Die Adventskalendergeschichten sind für Erwachsene und Jugendliche geschrieben, weniger für Kinder», sagt Fakhoury. Ihr sei es wichtig, dass in der Weihnachtszeit der wahre Grund von Weihnachten – die Geburt von Jesus Christus – nicht im Konsumrausch und Geschenkewahn untergehe. Die Geschichten sollen aber natürlich vor allem Freude machen und die Adventsspannung wecken, die man seit der Kindheit kenne.

Schreiben bleibt ein Hobby
Derzeit bearbeitet Sarah Fakhoury den dritten Band der Adventskalenderreihe. Die Ideen kämen ihr «einfach so». Sie sehe das als ein Geschenk, eine Begabung. Natürlich müsse sie schon mal über den Weg, den eine Geschichte nehmen soll, grübeln. «Oft ist es aber so, dass sich mein Schreibstift fast verselbständigt und der Geschichte einen eigenen Bogen hin zum gewünschten Ende gibt.»

Schreiben ist für Sarah Fakhoury trotz allem nur ein Hobby. Derzeit ist sie im Schlussspurt ihrer Ausbildung zur Sozialdiakonin am Theologisch-Diakonischen Seminar in Aarau. Diese Tätigkeit gefällt ihr, weil sie vielfältig sei: «Man arbeitet mit Menschen und in der Kirche, mit Jugendlichen, Seniorinnen und Senioren, führt Gespräche und setzt praktische Arbeiten um.»Sie freut sich darauf, ab Sommer 2019 in diesem Beruf zu arbeiten. Schreiben werde sie natürlich weiterhin. Sie kann sich aber nicht vorstellen, beruflich zu schreiben: «Das wäre mit Stress verbunden und würde mir keine Freude mehr machen.»

Cyrill Rüegger, kirchenbote-online, 13. Dezember 2018

Sarah Fakhourys Adventskalendergeschichten «Ruths Weihnachtstradition» (ISBN 978-3-03890-005-4) und «Ein Lebkuchenhaus für Urgrossmutter» (ISBN 978-3-03890-010-8) können in jeder Buchhandlung bestellt werden.


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