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Kirche, Gesellschaft

Segnungsgottesdienst in Glarus

14.01.2019
Die Mitglieder des kantonalen Kirchenrats, des Synodebüros und der Geschäftsprüfungskommission der Evangelisch-Reformierten Landeskirche bekamen in Glarus ein Sendungs- und Segnungswort mit auf den Weg.

Die Synode sei ein typisches Symbol für unser reformatorisches Erbe und stehe für eine Kirche, die auf den Willen des Volks schaue. «Es ist eine ehrenvolle Aufgabe, dieses Amt auszuführen», sagte Pfarrerin und Vizedekanin Dagmar Doll bei der Sendung und Segnung des neuen Synodepräsidenten Andreas Hefti in der Stadtkirche Glarus.

Letzterem oblag es, den Mitgliedern des kantonalen Kirchenrats, des Synodebüros und der GPK ein Sendungs- und Segnungswort mitzugeben. Er erinnerte zunächst daran, dass sowohl die Bundesverfassung als auch die Verfassung des Kantons Glarus einen «geistlichen Vorspann» hätten, obwohl Kirche und Staat in der Schweiz getrennt seien. «Sie zeigen, dass nicht alle Macht in unseren Händen liegt. Wir alle leben von der Kraft, die Gott uns schenkt.»

Vor wichtigen Entscheiden sei es früher Brauch gewesen, um den Segen Gottes zu bitten. Auch unser Landammann empfiehlt Land und Volk an der Landsgemeinde jeweils dem Machtschutz Gottes. «Ein Innehalten vor wichtigen Entscheiden würde auch der Politik gelegentlich guttun», meinte der Synodepräsident.

Clever machten dies die Appenzeller mit ihrer «Ode an Gott», die 1877 offizielles Ausserrhoder Landsgemeindelied wurde. Noch heute singen die katholischen Innerrhoder das Lied im Gottesdienst vor der Landsgemeinde in der Kirche Appenzell. «Dieses Lied ist wie ein geistiges Bindeglied zwischen Kirche und Politik, ein Weckruf zur Bescheidenheit und Besonnenheit», so der Synodepräsident. Es solle auch allen Behörden der Glarner Landeskirche bei ihrer Amtsführung als Richtschnur dienen und ermutigen, die begonnenen Reformprojekte zielstrebig weiterzuführen.

Kirche als Türöffner

Seit 152 Jahren werde mit einem grossen Schlüssel die Tür der Stadtkirche für Menschen geöffnet, sagte Dagmar Doll in ihrer Predigt. «Wir als Kirche sollen Schlüssel sein, Türöffner.» Mit dem Bild von Petrus als Menschenfischer erinnerte sie an den Auftrag der Kirche: Dorthin zu gehen, wo sich das Leben der Menschen abspielt, und genau dort von der Liebe Gottes zu erzählen. Geistreich, fröhlich und authentisch solle der Dienst an Jesu Christi sein, wünschte sie den Neugewählten.

Den feierlichen Gottesdienst bereicherte Lara Schaffner an der Orgel. Abgeschlossen wurde er mit einem gemeinsamen Apéro in der Kirche.

Madeleine Kuhn-Baer, Medienbeauftragte


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