Logo
Kultur

Authentisch und nicht idealisierend

21.02.2019
Theologiestudentin Aylin Weets berichtet, was sie vom Zwingli-Film hält.

«Als grosser Zwingli- Fan war dieser Film für mich ein absolutes Muss. Ich hatte hohe Erwartungen und wurde nicht enttäuscht. Die Schauspieler haben super gespielt und der Film ist sehr authentisch. Es wird sichtbar, welche Risiken Zwingli für seinen Glauben eingegangen ist. Mehrere Szenen zeigen, dass es sehr gefährlich war, vom offiziell anerkannten Glauben abzuweichen und dass Zwingli die Reformation ohne die politische Unterstützung vom Hohen Rat wohl niemals hätte durchsetzen können. Er wird nicht idealisiert, so werden problematische Themen wie beispielsweise sein Umgang mit einer Prostituierten in Einsiedeln aufgegriffen. Die Neuheit, in der Sprache des Volkes zu predigen, wird ebenso deutlich wie die reformatorische Zentralität und uneingeschränkte Autorität der Bibel. Dass Zwinglis Herz an Themen wie Armenfürsorge, Söldnerwesen und Priesterehe hing, wird im Film gut vermittelt und auch innerevangelische Schwierigkeiten werden thematisiert, indem ein Schwerpunkt des Films auf die Täufer gelegt wurde. Auch der Abendmahlsstreit mit Luther und dass es hier um die leibliche Realpräsenz Christi ging, erwähnt der Film. Hierbei hätte ich mir allerdings eine Szene während des Marburger Religionsgesprächs gewünscht. Besonders gut gefallen hat mir der Schluss. Trotz Zwinglis frühem Tod gibt es ein positives Ende: Die nun zweifache Witwe Anna Reinhart interpretiert ihr Unglück nicht als göttliche Strafe. Das zeigt, dass Zwinglis Saat vom Glauben an einen guten, barmherzigen und liebenden Gott sogar in ihrem grossen Leid Früchte trug.»


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.