Logo
Gesellschaft

Welche Werte will ich?

Die Frauenzentrale ist gemeinhin bekannt – und das ForumMann?

Hier ein Jass, da eine Wanderung, dort etwaszusammen trinken mit dem Ziel, unter seinesgleichen zu sein. Bei der Ostschweizer Männerinitiative ForumMann geht es aber um mehr als nur um lockeres Zusammensein. So steckt hinter dem Angebot «Männerpalaver» nicht einfach ein Herumgerede.

«Gewiss, wir pflegen die kameradschaftliche Komponente und unternehmen gemeinsam etwas», erklärt Uwe Spirig, Präsident des ForumMann. Durch die spezifischen Angebote bestehe so auch die Möglichkeit, sich zu öffnen, zu reden – oder auch nicht, zumal sich gewisse Männer schwertäten. Die Mitglieder seien jeglichen Alters und unterschiedlicher Herkunft. Es komme eine Vielfalt an Ansichten, Erfahrungen und Meinungen zusammen, sei es beim Vatercrashkurs oder im Männerpunkt. 

Leistungsauftrag 
Dem Verein, der 1997 gegründet wurde und Partnerorganisation der Frauenzentrale AR ist, gehören rund 100 Privatpersonen und Kollektivmitglieder an. Seit zwei Jahren hat er auch einen Leistungsauftrag des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Wie für sein Amt für Soziales ist das Credo von ForumMann die Gleichstellung von Frau und Mann respektive eine gerechte Verteilung von Zugangs- und Lebenschancen, sei dies in Beruf und Ausbildung, in Familie und Privatem sowie in der Politik

«Es gibt keinen Katalog dafür, was explizit männlich ist. Es gibt nur verschiedene Erwartungshaltungen.»

In diesem Sinne bietet das ForumMann auch Beratungen an. «Meist kommen Männer zu uns in die Standortbestimmung oder in die Coachingstunden, weil sie in Krisen stecken», erklärt der 42-Jährige. Dazu gehören Eheprobleme, Scheidungen, Verlust des Arbeitsplatzes oder das Evaluieren eines Teilzeitjobs. Manchmal wüssten die Männer nicht, wohin sie mit ihrer Wut, Trauer oder Hilflosigkeit gehen sollten. «Selbstverständlich ziehen wir – je nach Situation – Fachleute bei», so Spirig. Die Situation für Männer habe sich zugespitzt. Sie stünden vermehrt in einem Spannungsfeld, die klassische Rollenverteilung bröckle, die männlichen Eigenschaften würden negativ bewertet, viele glaubten, sie müssten alles respektive die vielen Rollen unter einen Hut bringen, fragten, welche Werte denn nun zählten. 

Was ist männlich?
Diese Verunsicherung führt der Informatiker auch darauf zurück, dass die heutige Gesellschaft vieles aufs Tapet bringe und hinterfrage. Doch nicht nur. «Sie steckt oft auch in der persönlichen Vergangenheit. Sie gilt es zu reflektieren, mit ihr klarzukommen und die eigenen Werte zu leben. Man muss sich nicht verbiegen. Jeder soll selber entscheiden, wie er das Mannsein definiert, sich fragen: Was will ich, wohin soll es gehen?» Für Spirig sind denn auch gewisse Eigenschaften nicht spezifisch weiblich oder männlich, sondern einfach nur menschlich. «Es gibt keinen Katalog dafür, was männlich ist oder nicht. Es gibt nur verschiedene Erwartungshaltungen.» 

www.forummann.ch

 

Text: Katharina Meier | Foto: Pixabay – Kirchenbote SG, Juni-Juli 2019

 


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von meier katharina erfasst am 04.05 2019 15:48

redaktion

dies ist ein test. ich bin gespannt

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...


Freiwilligenarbeit macht das Leben bunt!  | Artikel

Freiwilligenarbeit macht das Leben bunt – Engagiere dich! Einblick in die Vielfalt der freiwilligen Engagements in der Kirche. Ein Video der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen und des Bistums St.Gallen. 


St. Galler Singtag 2019  | Artikel

«Suche Frieden» ist ein Lied zur Jahreslosung von Matthias E. Gahr, das wir als Spurgruppe Repertoire sofort in unser Herz schlossen. Es wird eines der diesjährigen Singtaglieder sein, die  am 27. Oktober mit allen Interessierten in der St.Galler Lokremise geteilt werden. Weil dann aber das Jahr schon zu weit fortgeschritten ist, um noch ein Lied zur Jahreslosung zu lancieren, hat die Spurgruppe «Suche Frieden» bereits jetzt aufgenommen – diesmal sogar mit Video: Der fantastische Saxofonist ist Peter Lenzin, und er wird uns dieses Jahr auch mit seinem Spiel beim Singtag beehren!

Noten, Demo zum üben und den Flyer finden Sie unter der Agenda.

 


Uraufführung von Peter Roths Requiem  | Artikel

Im Auftrag der St. Galler Kantonalkirche hat der Musiker und Komponist Peter Roth ein Requiem geschaffen. Die Uraufführungen in St. Gallen und in Alt St. Johann zogen über 1500 Interessierte in Bann. Wer keinen Stuhl mehr ergattern konnte, dem bietet sich nochmals die Gelegenheit «Wisst ihr denn nicht?» zu erleben, und zwar am: 

Sonntag, 23. Juni 2019, 17 Uhr, Lukaskirche, Luzern