Logo
Gesellschaft

Eine Brücke zur säkularen Welt

23.05.2019
Rosemarie Hoffmann, Pfarrerin in Ruhestand aus Steckborn, sagt, wie sie ihren seelsorglichen Dienst versteht.

«Wir leben in einer nutzenorientierten Welt. Menschen, denen Schreckliches widerfahren ist, Schmerz, Krankheit, Armut, Ausgrenzung, unheilbares Leid, passen nicht so gut zum Ideal vom mündigen Schicksal des modernen Menschen. Seelsorge beschäftigt sich mit Sinnfragen und mit der Zerbrechlichkeit des Lebens. Beispiele dafür sind Tod, Krankheit, Sterben und Leiden, die heute gern verdrängt werden. Seelsorge bietet Raum, Schmerzliches zu benennen. Sie ist klar unterschieden von säkularer Beratung. Sie sieht den Menschen in der Einheit von Geist, Körper und Seele als Geschöpf Gottes. Es ist der einmalige unverwechselbare Mensch, den Gott mit Namen kennt. Die starken biblischen Geschichten, Psalmen und Lieder schenken Trost und Hoffnung in hoffnungsloser Situation. Die Botschaft von Glaube, Liebe, Hoffnung schliesst den interdisziplinären Dialog nicht aus, sondern fördert ihn. Mir persönlich wird die Stärke der Seelsorge ganz besonders an nichtchristlichen Orten bewusst. Wo Effizienz gefragt ist, da ist es besonders wohltuend, Zuwendung zu verschenken, ja zu verschwenden. In der Liebe wird manches verschwendet und doch nichts vergeudet. Mir ist es wichtig, Menschen anzunehmen wie sie sind, zuzuhören und ihnen heilsam zu begegnen: dem Sterbenden, dem Schwerkranken, dem Leidenden, dem Andersgläubigen… Seelsorge ist für mich ein Handlungsfeld der Kirche und eine Brücke zur säkularen Welt.»


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.