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Kirche, Gesellschaft

Engagierter Einsatz für die Jugendlichen

Sandra Stüssi aus Netstal engagiert sich in der Kirche für die Jugendlichen. Zuerst viele Jahre in Schwanden, wo sie etliche Konfirmandenlagerzusammen mit Hans-Walter Hoppensack leitete. Seit dessen Pensionierung macht sie dieselbe Arbeit in Betschwanden, indem sie Pfarrer Christoph Schneider unterstützt.

Von Irène Hunold Straub 

Die gelernte Elektrofachfrau liebt es, ihre sozialen Fähigkeiten in den Dienst der Jungen zu stellen. Schon bald nach ihrer eigenen Konfirmation vor 30 Jahren fuhr sie in Konfirmations- oder Surflager mit und half beim Leiten. «Wir waren ein eingespieltes Team», erzählt sie über Hans-Walter Hoppensack. Er habe sich jeweils gut mit den Jungen verstanden, auf seine eher antiautoritäre Art. 

Sie selber sei meistens diejenige gewesen, welche die Konfirmanden an die Regeln erinnerte. «Man kann Grenzen setzen, ohne dass man Jugendliche zu etwas zwingt», hat sie schon oft die Erfahrung gemacht. Noch heute verstehe sie sich ausgezeichnet mit ehemaligen Konfirmanden. «Man trifft sich auch mal auf einen Kaffee und fiebert bei Lebensabschnitten mit.» 

Arbeit macht ihr viel Freude

Seit Februar 2018, und der Pensionierung Hoppensacks im Juni 2018, ist sie im Grosstal engagiert. Die Arbeit mit dem Team der Kirchgemeinde macht ihr viel Freude; mit Pfarrer Christoph Schneider verbinde sie gegenseitiges grosses Vertrauen. «Wir haben eine ähnliche Linie», bringt sie es auf den Punkt. Mit Stolz und Freude zeigt sie ein Bild von «ihren» frisch konfirmierten, festlich gekleideten Mädchen und Jungen. 

Kirche als Anlaufstelle 

Sandra Stüssi lebt seit 20 Jahren mit ihrem Mann und ihren drei Buben am Kirchweg in Netstal. Mit ihrer Kirchenarbeit habe sie einzig nach der Geburt der Zwillinge pausiert. Dank ihrer grossen und erfolgreichen Arbeit im Turnverein Glarus a.S. als Präsidentin und J+S-Coach verfügt sie über ein schweizweites Netzwerk. Sie ist stolz auf ihren Verein, der heute in fast allen Bereichen wieder auf gesunden und erfolgreichen Beinen stehe. Sie sagt: «Seit vier Jahren können wir uns sogar an der Schweizer Turnsportspitze behaupten.» 

Ihre frühere Arbeit im Spital und in Altersheimen samt Nachtwache und Sterbebegleitung befähigt sie heute, den Jungen auch die Augen zu öffnen in Fragen, welche für diese im Moment nicht aktuell sind. 

Die Kirchenarbeiterin denkt etwa an das Thema Leben und Sterben. Im November sei wieder ein Wochenende darüber geplant. «Mir liegt am Herzen, dass Jugendliche sich auch über solche Themen Gedanken machen», sagt sie. Überhaupt sei die Kirche Anlaufstelle für viele Fragen und Probleme, das werde oft vergessen. «Es ist mir ein Bedürfnis, diese Gemeinschaft zu stärken.» Anlässe zu organisieren, wie etwa das Kranzen, das sie wiederbelebt hat und welches auf positives Echo gestossen sei, oder das Kinderbasteln machen ihr Freude. Je nach Bedürfnissen können noch weitere Aktivitäten dazukommen. Schon heute denkt sie an ein Osterbasteln. 

Dass sie manchmal bei speziellen Gottesdiensten gemeinsam mit den Konfirmanden mithilft, ist für sie eine willkommene Gelegenheit, die Kirchgemeinde noch besser kennenzulernen. Bei all ihren Tätigkeiten weiss sie, dass sie niemals alleine dasteht. «Das Team Grosstal funktioniert einfach super!» 


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