Logo
Gesellschaft

15 Jahre Tischlein deck dich in St. Gallen Offene Kirche

Lebensmittelabgabe lindert Not

03.06.2019
An der Abgabestelle St. Gallen Offene Kirche konnten seit der Eröffnung vor 15 Jahren 406‘459 Kilogramm vor der Vernichtung gerettete Lebensmittel mit einem Warenwert von 2‘641‘984 Franken verteilt werden.

Der Verein Tischlein deck dich verteilt seit 15 Jahren einwandfreie, vor der Vernichtung gerettete Lebensmittel an der Abgabestelle St. Gallen Offene Kirche. Vom Angebot können wöchentlich rund 114 Personen profitieren, welche am oder unter dem Existenzminimum leben. In der Stadt St. Gallen betreibt Tischlein deck dich zwei Lebensmittelabgabestellen.

Erste Abgabestelle im Kanton St. Gallen
Am 3. Juni 2004 feierte die Abgabestelle St. Gallen Offene Kirche ihre Eröffnung – damals die erste im Kanton St. Gallen. Heute können dort wöchentlich rund 37 armutsbetroffene Haushalte mit insgesamt 114 Angehörigen Lebensmittel beziehen. Gegen Vorweisen ihrer Bezugskarte und nach Bezahlung eines symbolischen Frankens erhalten die Kundinnen und Kunden einwandfreie Lebensmittel, welche andernfalls vernichtet würden. 

Lebensmittelabgabe dank freiwilligem Engagement
Jeden Donnerstagnachmittag öffnet die Lebensmittelabgabe von 14.30 bis 15.30 Uhr in der Offenen Kirche an der Böcklinstrasse 2 in St. Gallen ihre Türen. Der Verein WirkRaumKirche stellt in der Kirche die Räumlichkeiten für die Abgabe kostenlos zur Verfügung. Die Lebensmittel werden anTischlein deck dich gespendet und von 25 Freiwilligen an die Kundinnen und Kunden verteilt. «Die Menge an Lebensmitteln, die täglich im Kehricht landen, ist schlicht unfassbar. Und man darf nie vergessen, dass man eines Tages auch selber auf der anderen Seite als Kundin oder Kunde stehen könnte», so Annina Policante, Leiterin der Abgabestelle in St. Gallen Offene Kirche.

Wer kann Lebensmittel beziehen?
Ausgewählte Sozialfachstellen aus der Region klären ab, wer zum Bezug der Lebensmittel berechtigt ist, und stellen Bezugskarten aus, die maximal für ein Jahr gültig sind. Zu den Kundinnen und Kunden von Tischlein deck dich gehören «Working Poor», Grossfamilien, Alleinerziehende, Migrantinnen und Migranten und Menschen, die Sozialhilfe oder eine Invalidenrente beziehen.

Lebensmittel im Wert von 2‘641‘984 Franken
An der Abgabestelle St. Gallen Offene Kirche konnten seit der Eröffnung 406‘459 Kilogramm vor der Vernichtung gerettete Lebensmittel mit einem Warenwert von 2‘641‘984 Franken verteilt werden.

Noch immer landen in der Schweiz jährlich bis zu zwei Millionen Tonnen einwandfreie Lebensmittel im Abfall. Tischlein deck dich hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1999 dem Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung verschrieben. Da der Verein von Produktspenden lebt, kann nicht vorhergesagt werden, wie viele und welche Produkte bei der wöchentlichen Abgabe verteilt werden. Das Angebot reicht von Getränken über Gemüse, Früchte, Konserven, Süssigkeiten, Brot bis hin zu Milch-und Tiefkühlprodukten. Tischlein deck dich kauft keine Produkte zur Sortimentsvervollständigung hinzu. Die Nonprofit-Organisation betreibt inzwischen 131 Abgabestellen in der ganzen Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein.

 

Text: Mina Dello Buono – Foto: www.tischlein.ch  –Kirchenbote SG, 3. Juni 2019


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Mitreden!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie. 

 


Neues Graffiti – «Michelangelo» in der offenen Kirche St. Gallen  | Artikel

Für die Installation «Die Pilger» von Johann Kralewski Ende August in der offenen Kirche St.Gallen entsteht an der Kuppel der Kirche ein neues Graffiti. Hier erste Einblicke vom 26. Juli 2021 in das entsthende Werk von Graffiti-Künstler Stefan Tschirren und Erklärungen dazu vom Intendanten Theodor Pindl. Ein ausführliches Interview mit dem Künstler sowie dem Intendanten können Sie hier verfolgen. Beide Clips stammen von Andreas Schwendener. 


(K)ein Spaziergang – Wirtschaft ist Care  | Artikel

Die siebte schweizerische Frauensynode erscheint im coronakonformen Gewand. Sie diskutiert mit dem Stationenweg »Wirtschaft ist Care - (K)ein Spaziergang» ein enkelinnentaugliches Wirtschaftsverständnis. Der Rundgang kann in Sursee individuell begangen oder bis Oktober 2021 von Gruppen gebucht werden. Die dazugehörige Broschüre dient als Wegleitung zu insgesamt 15 Stationen, an denen Aspekte menschlicher Bedürftigkeit und damit des Wirtschaftens behandelt werden. Sie kann als  pdf-Datei heruntergeladen werden.

Zusammen mit der Comic-Broschüre und dem Erklärfilm zu «Wirtschaft ist Care» stehen nun Grundlagen und Anregungen für die Umsetzung zur Verfügung, damit engagierte Menschen auch an anderen Orten ihren eigenständigen Rundgang einrichten können.


Alles Leben ist heilig!  | Artikel

Gemeinsam mit Peter Roth begleiten wir den Hotelier Roland Stump aus Wildhaus in sein alpines Jagdrevier am Toggenburger Altmann. Bis auf wenige Meter nähern wir uns einer dort lebenden Herde von Steinböcken. Ehrfürchtig spricht Roland über das Wesen dieser Tiere, zu denen er über das Jahr hinweg eine enge Beziehung aufbaut. "Auch wenn ich selbst nicht fähig wäre ein Lebewesen zu schiessen, macht mir die achtsame und auf das Ganze gerichtete Haltung von Roland tiefen Eindruck", sagt Peter Roth. Ferdinand Rauber spielt auf einem Felseninstrument Didgeridoo und das Chorprojekt St. Gallen singt Texte aus der Rede des Häuptlings Seattle.. Beim Film handelt es sich um die 21. Folge aus der Reihe «Zauberklang der Dinge» von Peter Roth.