Logo
Wirtschaft

Erklärfilm soll «Neudenken der Wirtschaft» fördern

26.08.2019
Mit einem aufwändig gestalteten Erklärfilm plädiert der Verein «Wirtschaft ist Care» für eine neue Ökonomie, welche die Bedürfnisse aller ins Zentrum stellt.

Sechs Minuten lang dauert der Erklärfilm des Vereins «Wirtschaft ist Care» (WiC). Der Animationsfilm mit digitaler Knete-Ästhetik spielt in einer dreidimensionalen Welt, zeigt komplexe Stadtlandschaften und erinnert mit komplizierten Kamerafahrten und selektiver Schärfe an einen Kinofilm.

Blick auf die Wirtschaft
Der Film blickt mit einer eigenen Perspektive auf die Wirtschaft. Was wäre, wenn Eltern sich nur dann um ihre Kinder kümmern würden, wenn sie dafür Geld erhielten? Abhängig seien aber nicht nur Säuglinge – wir alle seien, bedingt durch die Arbeitsteilung, voneinander abhängig. Sklavenarbeit gab es früher mal, heute aber geniesse nur Wertschätzung, was Geld einbringt, führt das Video weiter aus. Die oftmals von Frauen erbrachte unentgeltliche Arbeit finde kaum Beachtung und Wertschätzung. Nach Absicht des Vereins WiC soll das Wohlergehen aller künftig wieder im Vordergrund stehen.

Als Diskussionsgrundlage gedacht
Der Film sei als Denkanstoss gedacht und richte sich an ein breites Publikum, sagt WiC-Mitgründerin Ina Praetorius auf Anfrage von kath.ch.  «Es kann auch Lehrpersonen als Lektionseinstieg dienen, beispielsweise im Fach Wirtschaftskunde», sagt die reformierte Theologin. Insbesondere hofft der Verein, dass damit Wirtschaftsvertreter, aber auch Vertreter von Forschung und Lehre an Universitäten erreicht werden, denn an Universitäten werde zwar «geforscht, aber zuwenig grundsätzlich nachgedacht», wie Praetorius sagt.

«Wir wollen, dass sich die Wirtschaft wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe besinnt.»

Zwar behaupte die Wirtschaft, es gehe darum, planvoll die Bedürfnisse von Menschen zu befriedigen. In der Praxis gehe es aber meist nur ums Geld. «Wir wollen, dass sich die Wirtschaft wieder auf ihre ursprüngliche Aufgabe besinnt», sagt Praetorius. Konkret gehe es darum, der unbezahlten Arbeit, Gender-Aspekten und der ökologischen Zukunftsfähigkeit den nötigen Raum zu geben.

Die Veröffentlichung über das Videoportal Vimeo in Deutsch und Englisch habe zu grosser Resonanz geführt. Beispielsweise gebe es eine Anfrage aus Argentinien, ob das Video nun auch auf Spanisch übersetzt werde.

Das Video bezeichnet Praetorius als aktuell wichtigstes Instrument des Vereins, um das Neudenken zu fördern. Ein weiteres Gefäss dafür wird die Frauensynode sein, welche am 5.September 2020 in Sursee im Kanton Luzern stattfindet.

Produktionszeit: ein Jahr
Laut Preatorius wurde der Film, welcher vom Schweizer Animationsstudio Guavemotion aus Au bei Wädenswil realisiert wurde, fürs Animationsfestival Fantoche in der Kategorie Auftragsfilm nominiert. Die Produktion des Videos habe ein Jahr gedauert, die Produktionskosten gibt der Verein mit «einiges über 100’000 Franken» an.  (uab)

Der Film dazu.

Text: hab/kath.ch – Kirchenbote SG, 26. August 2019


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Mitreden!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie. 

 


Wie die Graffiti an der Offenen Kirche St.Gallen entstanden  | Artikel

Am 11. Juni jährt sich zum 5. Mal die Vernissage «Weltoffen» zum Graffiti an der Offenen Kirche. Hier ein «Jubiläums-Video», zusammengeschnitten aus Filmarbeiten von Filmemacher Zeno Georgiou aus dem Jahr 2016. Theodor Pindl, Intendant der Offenen Kirche, spricht zur Entstehung und Bedeutung des markanten Graffiti, das in St. Gallen inzwischen wohl alle kennen, aber bald verschwinden wird – wegen Abbruch der Kirche.


Der Atem in Wasser und Klang   | Artikel

Vom Zauberklang der Dinge von Peter Roth

Wir erwachen gerade in eine Zeit in der uns dämmert, dass wir nicht als abgetrenntes Ich existieren. Wir sind mit allem und allen verbunden! Am Einfachsten erfahren wir diese Tatsache über den Atem: Alle Geschöpfe, ob Tier, Pflanzen oder Mensch atmen die gleiche Luft. Der Ein-Atem verbindet uns mit der Zukunft, der Aus-Atem mit der Vergangenheit und die Atem-Stille mit dem Jetzt! Der Ein-Atem schöpft Energie, der Aus-Atem lässt los und die Atem-Stille schafft Präsenz. Diese Einsichten vermittelt die neue Folge 19 mit Klang und Musik, Erfahrungen in der Natur und begleitenden Gedanken.


Podcast: Oh Gott, ich hätte da mal eine Frage!  | Artikel

Ein hinterfragender Podcast über Religion, Glaube, Kirche sowie Gott und die Welt. Isabelle Tschugmall stellt seichte, tiefsinnige und kritische Fragen jeweils den Pfarrpersonen der Kirchgemeinden von Rapperswil-Jona, Weesen-Amden-Riet sowie Uznach und Umgebung. Die Fragen werden von neugierigen Personen via Webseite oder E-Mail eingereicht. Die Idee ist, dass wir den Gemeindemitgliedern einen Zugang zur Kirche und den Pfarrpersonen geben. Ein interaktives Werkzeug resp. Kanal für offene Fragen entsteht.