Logo
Gesellschaft

Schrecken des Todes vergeht

Silvana und Bernhard Schraner besuchten den Grundkurs der ökumenischen Fachstelle Begleitung in der letzten Lebensphase BILL. Er hat ihnen die Schrecken des Todes genommen.

Welche Erwartungen hatten Sie an den Kurs?
Bernhard Schraner: Ich finde, das Sterben ist ein Thema, über das man nie redet. Ich bin selbst Pfleger und war schon als junger Mensch damit konfrontiert. Mir war beim Kurs wichtig, Rüstzeug für mich und Angehörige zu bekommen, damit man bei Betroffenen nicht hilflos ist und keine unangenehmen Situationen entstehen. 

Silvana Schraner: Es war persönliches Inte-
resse. Ich habe vor 20 Jahren meinen Vater verloren und wollte mehr darüber wissen und besser verstehen, was damals geschehen ist. Jetzt ist meine Mutter alt geworden und ich muss und möchte mich damit auseinandersetzen, welchen Beitrag ich leisten kann.

Welche Erfahrungen haben Sie im Kurs gemacht? 
Bernhard Schraner: Mir ist bewusst geworden, dass Sterben eine Lebensphase ist. Sie widerspricht zwar den weithin gepflegten Mustern unserer Gesellschaft. Aber ich bin selbst krank, habe Multiple Sklerose und wollte auch für mich selbst in der Auseinandersetzung mit dem Sterben weiterkommen. Ich habe gutes Rüstzeug erhalten, auch durch ein Rollenspiel, und weiss nun eher, was zu tun ist. 

Silvana Schraner: Sehr wichtig waren für mich die Fallübungen, etwas loszulassen, wenn etwas genommen wird. Ich habe auch grössere Gelassenheit bekommen, als ich erfahren habe, was zum Sterben dazugehört. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, dass der Schrecken des Todes wieder vergeht. Toll war auch zu merken: Ich bin nicht allein. Deshalb will ich unbedingt auch den neuen Aufbaukurs besuchen.

 

Interviews | Fotos: Reinhold Meier, Journalist und Pfarrer, Wangs  – Kirchenbote SG, November 2019

 


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...


Pfarrberuf für Berufsleute!  | Artikel

Die Kirchlich-Theologische Schule KTS bietet in zwei Jahren den kürzesten und kostengünstigsten Weg zum Theologiestudium an den Universitäten Bern und Basel. Sie richtet sich an Berufsleute ohne Matur im Alter von 20 bis 40 Jahren. Jetzt ist Zeit zur Anmeldung!


Singen mit Kindern und Jugendlichen – Kurse  | Artikel

Auch 2020 bieten der St.Galler Kantonal-Gesangsverband, der Kirchenmusikverband des Bistums St.Gallen und die Kirchenmusikschulen St.Gallen wieder eine Reihe von Weiterbildungen zum Thema «Singen mit Kindern und Jugendlichen» an – alle Kursleitungen sind hochkarätig besetzt!


Die Bilder zu «Abendmahl an der Olma»  | Artikel

 Die St.Galler Kirche lud zum Abendmahl - an die Olma. Vom 10. bis 20. Oktober war sie mit einem eigenen Stand an der Ostschweizer Messe präsent. Hier die Bilder dazu.