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Religionen

Schnittstellen im Visier

21.10.2019
In der Region Basel treten unter dem Titel «Schnittstelle Religion» während der Woche der Religionen prominente Vertreter aus Religion, Kultur, Politik und Medien auf.

Die nationale Woche der Religionen zeigt im Rahmen von über hundert Veranstaltungen die religiöse Vielfalt in der Schweiz auf. In Basel finden sieben Anlässe zum Thema «Schnittstelle Religion» statt. Sie thematisieren die Berührungspunkte von Religion und säkularem Leben. So begegnen sich zum Beispiel am Eröffnungsanlass, den die beiden Basel seit 2009 gemeinsam feiern, Religion und Kunst im Museum der Kulturen.

Kunstwerke spielen in der Menschheitsgeschichte eine zentrale Rolle. Sie können der Darstellung und Verehrung des Religiösen dienen. Als Ritualgegenstände sind sie Teil der religiösen Praxis oder fordern – etwa an der Fasnacht – Religionen heraus. Gleichzeitig werden der Kunst oft selbst religiöse Eigenschaften zugesprochen, und Museen locken «Pilgernde» aus aller Welt in ihre Hallen.

Aus verschiedenen Perspektiven
An der Eröffnungsveranstaltung präsentieren Mitglieder des Runden Tisches der Religionen beider Basel ihren persönlichen Blick auf ausgewählte Gegenstände aus der Sammlung des Museums der Kulturen. Der Runde Tisch setzt sich aus Vertretern von zwei religiösen Dachverbänden sowie 13 Kirchen und Religionsgemeinschaften zusammen. Die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann und die Baselbieter Regierungsrätin Kathrin Schweizer eröffnen den Anlass. «Der Eröffnungsanlass der Woche der Religionen ist eine Plattform, an der religionsbezogene Themen in einem konstruktiven Miteinander diskutiert werden und unterschiedliche Religionsgemeinschaften präsent sind», erklärt David Atwood, Koordinator für Religionsfragen im Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt.

Religion und Ökologie
Auch zwischen Ökologie und Religion gibt es Berührungspunkte. In vielen Religionen wird die Erde als Gottes Schöpfung angeschaut, die den Menschen zur Sorge anvertraut ist. Welchen Beitrag könnten und müssten die Religionsgemeinschaften zum Schutz der Umwelt leisten? Was tragen sie bei, um angesichts des Klimawandels neue Wege einzuschlagen und eine Haltung des Respekts gegenüber der Schöpfung einzuüben? Antworten auf diese Fragen suchen Amira Hafner-Al Jabaij, Moderatorin «Sternstunde Religion», die Theologin Doris Strahm und die Judaistin Valérie Rhein in der Offenen Kirche Elisabethen. Um die Frage «Was ist eigentlich Religion?» geht es im interreligiösen Speed-Dialogue. Wie beim Speed-Dating führen die Teilnehmenden im Foyer der Israelitischen Gemeinde Basel Kurzgespräche mit wechselnden Partnern. Ziel ist es, hinter die Kulissen der Religionskulturen zu schauen, über das bekannte Wissen des säkularen Alltags hinauszugehen und (inter-)religiöse Denkanstösse zu erhalten.

www.woche-der-religionen.ch

Toni Schürmann, 21. Oktober 2019


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