Logo
Kirche, Wirtschaft

Im Kanton St. Gallen kräht der erste «Grüne Güggel»

08.11.2019
Seit dem 4. November kräht nun auch ein «Grüner Güggel» in St. Gallen. Als erste Kirchgemeinde im Kanton hat Tablat-St.Gallen die Validierung dazu bestanden.

«Es ist nicht so, dass die Idee aus dem Nichts heraus geboren wurde. Unsere Kirchgemeinde begab sich schon früh auf den ökologischen Weg. Sie war 1986 Gründungsmitglied des Vereins oeku – Kirche und Umwelt», sagt Waltraud Kugler. Als Mitglied der Kirchenvorsteherschaft Tablat besuchte sie 2016 den oeku-Lehrgang kirchliches Umweltmanagement, nachdem sich ein Jahr zuvor in der Kirchgemeinde die Gruppe «grün & fair» formiert hatte. Sie setzte sich zum Ziel, den «Grünen Güggel» zu erlangen.  

«Es ist ein langer Prozess, weil die Gruppe freiwillig arbeitet und wir als grösste Kirchgemeinde des Kantons sechs 
Kirchenstandorte aufweisen.»

Dranbleiben
Der Prozess sei lang gewesen, zumal die vierköpfige Gruppe freiwillig arbeite und Tablat sechs Kirchenstandorte aufweise. Nun ist die Validierung Tatsache, der «Grüne Güggel» als Label erreicht. Es unterstreicht, was die Gemeinde bereits seit Jahren tut. Es macht das Handeln, die Bemühungen, die Einstellung zu Umweltthemen und zum Schutz der natürlichen Ressourcen sichtbar. Doch ausruhen kann sich St.Gallen-Tablat nicht. Die Kirchgemeinde muss weiterhin klar bekennend auf diesem eingeschlagenen Weg schreiten, versuchen, die Schöpfung zu bewahren und die Verantwortung auch den 8000 Kirchbürgern bewusst zu machen. 

Inne halten zum Feiern
Den Einwegbecher gibt es in Tablat seit langem nicht mehr. Und: Die Kirche Halden ist als erste der Schweiz vollständig mit einem Solardach gedeckt. «Auf diese Vorreiterrolle sind wir stolz», sagt Waltraud Kugler. Stolz ist man nun auch auf den ersten «Grünen Güggel» im Kanton St. Gallen. Dies sind Gründe genug, um zu feiern: Die Kirchgemeinde St. Gallen-Tablat begeht am 15. November, um 19 Uhr die Zertifizierung mit einer kleinen musikalischen Vesper. 

 

Text: Katharina Meier | Foto: M. Wenk, evangelische Kirchgemeinde Tablat   – Kirchenbote SG, 6. November 2019

Was ist der «Grüne Güggel» ?

Die Umweltinitiative «Grüner Güggel» ist ein Zeichen des kirchlichen Engagements für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zur Erhaltung der Schöpfung. Die Initiative wurde im Frühjahr 2009 ins Leben gerufen. Der Weg zum «Grünen Güggel» erfolgt in zehn Schritten: Eine Umweltgruppe erarbeitet in einem Umweltprogramm die wichtigsten Massnahmen, sei es beim Energiesparen, bei der Büroökologie oder bei der Umgebungsgestaltung. Schöpfungsleitlinien halten die wichtigsten Grundsätze für das umweltgerechte Gemeindeleben fest. Zertifizierungsstelle ist «oeku Kirche und Umwelt» mit Sitz in Bern, www.oeku.ch. 

 


ÄHNLICHE ARTIKEL
Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Anja Knöpfli erfasst am 20.11 2021 20:59

Taufbestätigung

Die Kantonalkirche ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (Abgekürzt EKS). Diese empfiehlt allen Kantonalkirchen die Taufbestätigung oder Taufferinnerung zu feiern (Kap. 4.4 in der eigenen EKS Broschüre Tsufe in evangelischer Perspektive). Es ist eine Amtshandlung sogar in der Evangelischen Landeskirche Thurgau. https://eks.marc.beta.cubetech.ch/wp-content/uploads/2019/11/biblische_aspekte_taufe_de.pdf Leider wurde mir aber die Taufbestätigung schon verweigert n der Kantonalkirche St.Gallen von einem Pfarrer dieser, da ich Bisexuell bin und es wurde kein Stellvertreter organisiert! Leider hast du anders als im Thurgau kein Recht darauf, da es nicht in der Kirchenordnung von St.Gallen vorkommt! Wer Taufbestätigung auch kennt ist die überregionale Metal Church!

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


Was denken Sie dazu? Diskutieren Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote führt neu einen Blog! Haben Sie zu unseren Themen etwas erlebt, eine Erkenntnis gewonnen? Diskutieren Sie mit!


Zauberklang der Dinge – Niklaus Meienberg  | Artikel

«Eigentlich bin ich mir längst abgestorben, ich tu nur noch so als ob - Atem holen, die leidige Gewohnheit hängt mir zum Hals heraus!» Mit diesem Satz beginnt das Gedicht «Rivers of Babylon» von Niklaus Meienberg. Dieser Text steht im Zentrum der neuen Folge 25 von Zauberklang der Dinge. Schauspieler Peter Rinderknecht singt uns diese Worte. Das Lied «This body is a rose», nach einem Text des Mystikers Dschallalu din Rumi, gesungen von Barbara Balzan, bildet gleichsam einen Kontrapunkt.