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Kirche

Wir halten Abstand, aber im Glauben zusammen

24.03.2020
Alle Gottesdienste und kirchlichen Anlässe sind wegen des Coronavirus abgesagt, mindestens bis am 19. April. «Die Kirche ist dennoch für Sie da», schreibt Kirchenratspräsident Martin Schmidt.

Liebe Leserinnen und Leser

Wir befinden uns zurzeit alle in einer Situation, die wir so noch nicht erlebt haben und die uns alle stark herausfordert, manchmal auch überfordert. Sie merken vermutlich auch in Ihrem Umfeld, dass die Menschen unterschiedlich mit dieser Lage umgehen und dass sich die Beziehungen dadurch verändern. Das fordert uns seelsorgerlich heraus.

Das Leben ist stärker als der Tod

Ich wünsche uns, dass es uns gelingt, in Würdigung der jeweils gewünschten Nähe und Distanz füreinander da zu sein und unsere Gemeinschaft nicht aufzugeben. Daher hat die Kantonalkirche das Motto gewählt: «Wir halten Abstand – aber im Glauben zusammen.» Das gilt auch für die bevorstehenden Osterfesttage. Auch wenn vielen nicht nach Feiern zumute ist, lassen wir als Kirche die Osterbotschaft nicht untergehen, die lautet: Das Leben ist stärker als der Tod!

Ostern feiern

In vielen Kirchgemeinden sind engagierte Menschen vor Ort daran, Lösungen und Wege zu finden, um mit Ihnen die Tage von Gründonnerstag bis Ostern zu feiern. In der Kantonalkirche und auch über die Grenzen hinaus begleiten wir sie und stellen Materialien, technische Hilfsmittel sowie Links zur Verfügung, um die Gemeinden zu unterstützen. Sie finden diese auch auf unserer Homepage.

Die Hoffnung nicht aufgeben

Zudem sind wir als Kantonalkirche weiterhin in Kontakt mit der Evangelischen Kirche Schweiz (EKS), dem Bundesamt für Gesundheit und dem Kantonsarztamt. Wir informieren die Kirchgemeinden so gut wie möglich, wie die rechtliche Situation ist und welche Spielräume sich für die Gestaltung des kirchlichen Lebens ergeben.

Miteinander wollen wir in dieser Situation die Hoffnung nicht aufgeben, denn: «Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.» (2 Tim 1,7)

Text: Martin Schmidt, Pfarrer und Kirchenratspräsident, St. Gallen | Foto: pd – Kirchenbote SG, April 2020

St. Galler Kirche in Corona-Zeiten

Die evang.-ref. Kirche des Kantons St. Gallen setzt die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen konsequent um und sagt alle Veranstaltungen bis mindestens 19. April ab. Für Abdankungen gelten Sonderregelungen (siehe Seite 10). Doch die Kirche legt ihre Hände nicht in den Schoss, sie ist bemüht, ein neues Angebot mithilfe moderner Medien auf die Beine zu stellen. Auf ihrer Website bietet Sie eine wachsende Sammlung von Links zu Gottesdienst-Livestreams, Glaubensimpulsen, Gebeten, Liedern und Anregungen. Viele Kirchgemeinden schalten zudem laufend neue Angebote im Netz auf. Ein Blick auf diese Websites lohnt sich ebenfalls.

Hier geht's zur Website.


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

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In St.Gallen wird während der Corona-Krise ökumenisch die ganze Bibel von Hand abgeschrieben. Für die Kapitel des Neuen Testaments konnten sich über einen Doodle Einzelpersonen registrieren, das Alte Testament wurde von Kirchgemeinden, Vereinen usw. übernommen. Leute aus der Christlich-jüdischen Arbeitsgemeinschaft St.Gallen haben das Buch Kohelet abgeschrieben, das Predigerbuch Salomons. Andreas Schwendener – Verantwortlicher dieses Beitrags – hat die zwölf von Hand geschriebenen Kapitel vorbeigebracht, dabei Roman Rieger von der pastoralen Arbeitsstelle den Stand der eingegangenen Kapitel erläutert. 


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