Logo
Kirche, Religionen

Spenden gingen zurück

28.04.2020
Sinkende Einnahmen, immer weniger Mitglieder, Spendenrückgang: Laut eigenem Urteil befindet sich die Waldenser Kirche in Italien in einem «stabilen Schrumpfungsprozess». Das kirchliche Leben selbst steht wegen der Auswirkungen des Coronavirus praktisch still.

«Besonders betroffen von Trauer und Infektionen sind unsere Gemeinden Bergamo, Brescia, Parma und Piacenza», heisst es in einer Mitteilung. Zudem werde es für die Waldenserkirche in Italien aus finanzieller Sicht sehr ernste Konsequenzen geben, denn die Kollekten und Geldsammlungen bei den Gottesdiensten blieben komplett aus. Mit ihnen bestreitet die Kirche in Italien in der Regel die lokalen Ausgaben der Gemeinden. 

Spendenrückgang
Auf Unterstützung zählen kann die Waldenserkirche in Italien aber auch in Uruguay auf die Hilfe aus der Schweiz, wie von den Waldenserfreunden Schweiz und Deutschland, der bernischen Waldenserhilfe sowie dem Waldenserkomitee in der deutschen Schweiz. Letzteres musste 2019 eine Abnahme des Spendenzuflusses um sieben Prozent verzeichnen. Auch die Zuwendungen von kirchlichen Organisationen liegen um sieben Prozent unter den Werten des Vorjahres, heisst es im Jahresbericht des Waldenserkomitees in der deutschen Schweiz. Namhafte Beiträge der reformierten Landeskirche beider Appenzell, der St. Galler Kirchgemeinden St. Gallen-Tablat, Wil und Degersheim sowie des prot.-kirchlichen Hilfsvereins des Kantons St. Gallen halfen schliesslich, dass das Jahresergebnis mit rund 30 000 Franken positiv ausfiel. 

Minderheitskirche
Die Waldenserkirche ist eine Minderheitskirche in Italien. Sie geht auf den Gründer Valdes aus Lyon zurück, der im 12. Jh. eine Reformbewegung auslöste. Die Waldenser fühlen sich als freien Christen mit eigener, auf der Bibel beruhender Überzeugung. Im Jahr 1532 schlossen sie sich der Reformation in Europa an. Über sechs Jahrhunderte wurden sie unterdrückt. Insgesamt zählt die Waldenserkirche zirka 25 000 Mitglieder, wovon 22 000 in über 150 Kirchgemeinden über Italien verteilt sind, weitere 3000 leben in Lateinamerika. Ein wichtiger Schwerpunkt der Waldenser ist der Dienst am Nächsten, die Diakonie. 

www.waldenser.ch

Text: meka/pd | Foto: Stefano Ferrario, Pixabay  – Kirchenbote SG, April 2020

 


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Back to the roots!» mit Zen-Meister Niklaus Brantschen  | Artikel

«Back to the roots», die Folge 24 von «Zauberklang der Dinge», verbindet die Refrains von zwei Liedern, die Peter Roth nach Gedichten von Dschallalu Din Rumi geschrieben hat. Beide giessen die tiefsten Einsichten aller Mystikerinnen und Mystiker, zu allen Zeiten, in poetische Worte und Bilder. In «This body is a rose» hören wir: Während Formen kommen und gehen, ist ihre Essenz unvergänglich, ewig! Und in «Don’t go away» sagt Rumi: Die ganze Schöpfung, alles fließt aus der gleichen Quelle – kehren wir zu ihr zurück – back to the root of the root! Barbara Balzan und Niklaus Brantschen – die junge Sängerin und der alte Zen-Meister, die Frau und der Mann – teilen ihre Gedanken zu diesen Liedern.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.