Logo
Leben & Glauben

Noch eine grosse Liebe

29.10.2020
In der Serie «Was macht eigentlich …?» kommt in dieser Ausgabe Roland Trachsel zu Wort. Er war Pfarrer in Amriswil und im Kemmental. Heute wirkt er in Adelboden.

«Dann wird also Amriswil deine erste grosse Liebe.» Das sagte der Vikariatspfarrer 1988 zu Roland Trachsel nach dessen Wahl in Amriswil. «Er sollte Recht bekommen. Trotz oder gerade wegen allen Herausforderungen wuchs mir und meiner zuletzt siebenköpfigen Familie diese Gemeinde ans Herz. Wenn es nach unseren Kindern gegangen wäre, wären wir noch immer dort…» Allmählich entwuchs Trachsel aber seinen liebsten Aufgaben – etwa der Leitung des Sonntagsschullagers – und eine gewisse ermüdende Routine stellte sich ein. So wechselte die Familie 2005 nach Alterswilen, wo sich Pfarrer Trachsel zunächst mit neuer Motivation einbrachte. Allmählich rutschte er aber in eine schwere Erschöpfungsdepression. Nach dem Zusammenbruch im Dezember 2008 war klar, «dass die Gemeinde und ich getrennte Wege gehen mussten.»

Begabungen neu entdeckt
Im Wissen, dass eine 100-Prozent-Stelle nun seine Kräfte überfordern würde, suchten seine Frau und er eine Teilzeitstelle. So schlugen sie ihre Zelte im Oktober 2011 in Adelboden auf. Hier fand Pfarrer Trachsel einen engagierten und wohlwollenden Kirchgemeinderat vor und eine Pfarrkollegin, mit der er sich sehr gut ergänzt und mit der die Zusammenarbeit viel Freude bereitet. «Von Anfang an wurde mir hier das Vertrauen geschenkt, mich auch mit neuen Ideen einzubringen. Eine aktive Aufarbeitung von positiven und negativen Erfahrungen in meinen ersten Gemeinden half mir, mit meinen Schwächen besser umzugehen und meine Stärken sinnvoll einbringen zu können. So bin ich im Rückblick auch all jenen dankbar, die mich im Thurgau ‹zu Fall› gebracht haben. Sie haben mir letztlich geholfen, meine Begabungen neu zu entdecken und zu entfalten.»

Heimisch geworden
Mit dem Wechsel ins Berner Oberland schrumpfte die ehemalige Grossfamilie auf einen Zwei-Personen-Haushalt. Darum zog das Ehepaar vom grossen Pfarrhaus in eine Zweizimmerwohnung. Im Pfarrhaus lebt nun die Grossfamilie des Heilsarmee-Offiziers. Elisabeth Trachsel arbeitet nicht mehr als Katechetin, sondern als Kindergärtnerin. «Obwohl wir mit guten Freunden aus beiden Thurgauer Gemeinden verbunden blieben, sind wir im Berner Oberland heimisch geworden und bleiben hier auch nach unserer Pensionierung.»

 

(Esther Simon)


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Unser Vater» - Lied aus der St. Johanner Jodelmesse  | Artikel

«Unser Vater» ist das kürzeste und einfachste Lied, das Peter Roth je geschrieben hat. Das im Dialekt gesungene Gebet ist ein zentraler Teil der lateinischen St. Johanner Jodelmesse. In dieser Folge spricht Peter zudem über die Beziehung zu seinem eigenen Vater und was Männlichkeit für ihn in Bezug auf seine Kreativität als Komponist bedeutet.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.