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Gesellschaft

Seelsorge ahoi!

30.10.2020
Seit Jahrzehnten betreuen die Schifferseelsorger die Rheinschiffer vom Swiss Port in Basel. In der Ökumenischen Kirche Flüh berichten Walter Schär und Xaver Pfister über ihre Arbeit.

Bei der Alpenrepublik Schweiz denkt kaum jemand an Seefahrt. Trotzdem gibt es eine Flotte und einen Hafen, wo Matrosen an Land gehen und die Fracht löschen. Der Rheinhafen Swiss Port in Basel. Seit 1974 kümmert sich der Diakon Walter Schär um die Sorgen und Nöte der Rheinschiffer. Zusammen mit dem katholischen Theologen Xaver Pfister ist er zwei bis drei halbe Tage pro Monat im Rheinhafen unterwegs im Auftrag der reformierten und katholischen Kirchen Basel-Stadt und Baselland. Am 15. November werden die beiden im Gottesdienst in der Ökumenischen Kirche Flüh über ihre Arbeit berichten.

Die Rheinschiffer sind oft wochenlang unterwegs, getrennt von Familie und Freunden. Die Arbeit ist hart, der Platz eng, Privatsphäre gibt es kaum und die Seeleute stammen immer öfter aus Osteuropa. Früher kamen sie aus den Niederlanden. «Oft werden wir für Zeugen Jehovas gehalten», erzählt Xaver Pfister gegenüber den Medien. «Erst wenn wir ihnen klarmachen, dass wir von den Kirchen kommen, gewährt man uns Einlass.» In den Gesprächen gehe es weniger um Kirche und Glauben als um die Sorgen aus dem Berufs- und Privatleben der Rheinschiffer.

An den Feiertagen hat die kirchliche Schifferseelsorge Hochbetrieb. Am 6. Dezember überreichen Schär und Pfister mit weissem Bart und rotem Gewand Schoko-Nikoläuse als Erinnerung an den Schutzpatron aller Matrosen. An Weihnachten bringen sie der Besatzung einen Christstollen. Im letzten Jahr veröffentlichten die beiden ein Leporello mit kurzen Schiffergebeten in den verschiedensten Sprachen. Und wenn ein neues Boot getauft wird, wie im letzten Jahr jenes der Polizei, dann sind Schär und Pfister selbstverständlich an Bord.

Tilmann Zuber

Gottesdienst in der Ökumenischen Kirche Flüh, Sonntag, 15. November, 10 Uhr, mit Diakon Walter Schär und dem Theologen Xaver Pfister


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