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Gesellschaft

Laufental: Ein neuer Verein rettet gemeinnütziges Projekt

25.11.2020
Der neue Verein «Freunde RefLaufental» engagiert sich über die Kirchgemeinde Laufental und den Kanton hinaus für regionale soziale Projekte.

Der Verein «Freunde RefLaufental» zählte bei seiner Gründung am 7. November 14 Mitglieder. Diese fanden sich im sozialen Engagement zusammen. Der neue Verein finanziert sich aus Mitgliederbeiträgen und Spenden. Er unterstützt regionale Projekte, Vereine und Anlässe ideell, finanziell sowie mit Freiwilligen.

Gemäss Statuten pflegen die «Freunde RefLaufental» einen aktiven Austausch mit der Reformierten Kirchgemeinde Laufental, die im Vorstand durch Pascal Karrer, den Präsidenten der Kirchenpflege, und Pfarrerin Regine Kokontis vertreten ist. Man wolle jedoch weder in das Geschehen der Kirche eingreifen, noch sie konkurrenzieren, betont Vereinspräsident Thomas Boillat. «‹Freunde RefLaufental› bietet als ergänzende Struktur zur Kirchgemeinde Menschen die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erfahren und sich mit ihren Fähigkeiten und Leidenschaften einzubringen», ergänzt Regine Kokontis.

Es gehe darum, ein breites Netzwerk mit den Institutionen der Region zu knüpfen, so Thomas Boillat, der als Wirtschaftsförderer für das Laufental und Schwarzbubenland arbeitet. Der Verein steht allen offen, unabhängig von Wohnort und Religionszugehörigkeit. Er biete auch jenen, denen das Soziale am Herzen liegt, die der Kirche aber eher distanziert gegenüberstehen, eine gute Möglichkeit, sich einzubringen, erklärt Boillat. Wichtig ist dem Präsidenten, dass der Verein «komplett transparent» ist. «Wir wollen Vertrauen schaffen.»

Von Nunningen nach Laufen
Für Thomas Boillat, der im solothurnischen Nunningen wohnt, ist Kirche «etwas sehr Persönliches». Mit seiner Familie besucht er den Gottesdienst in Laufen. Dort fühle er sich wohl. Mitglied der Kirchgemeinde kann er jedoch nicht werden. Mit der neuen Baselbieter Kirchenordnung soll in Zukunft zwar die freie Wahl der Kirchgemeinde möglich sein, über die Kantonsgrenzen hinaus besteht diese Möglichkeit aber nicht. Boillat knüpfte Kontakt mit Pfarrerin Regine Kokontis und die Idee eines regionalen Vereins nahm konkrete Formen an.

Die Webseite «freundereflaufental.ch» listet Anlaufstellen für soziale Projekte auf, darunter auch die benachbarten Kirchgemeinden und Pfarreien in Solothurn und Baselland. Und bereits kann der Verein einen Erfolg vermelden: die Rettung des ReMarkts in Büsserach. Er repariert und entsorgt Elektrogeräte und beschäftigt Arbeitslose und Asylbewerber. Der ReMarkt sei ein Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit und Integration, sagt Boillat. Doch es sah so aus, wie wenn er für immer schliessen müsste, weil das Geld fehlte. Die Freunde «RefLaufental» luden noch vor der Vereinsgründung zum runden Tisch. «Wir konnten vom Netzwerk der Kirchgemeinde Laufental profitieren sowie vom Netzwerk und den Fähigkeiten einzelner Vereinsmitglieder. So konnten wir dazu beitragen, dass der ReMarkt hoffentlich langfristig auf soliden Beinen stehen wird», freut sich

Ein zweites Projekt befindet sich in Abklärung: ein Café Surprise, wie es vom Verein «Surprise» in vielen Städten schon betrieben wird. Armutsbetroffene können dort einen kostenlosen Kaffee trinken und so am öffentlichen Leben teilnehmen.

Karin Müller


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