Logo
Kirche

Es «scherbelt» gewaltig

26.11.2020
Als die evangelische Kirche in Kirchberg 1954 eingeweiht wurde, erklangen die vier Glocken in Harmonie. «Jetzt aber scherbeln sie», sagt ein Anwohner. Er sprach bei der Behörde ein. Die Kirchgemeinde stellt nun Verbesserungen in Aussicht.

Das Geläut trieb die Anwohner bereits 2013 um. Damals störte sich ein Eigentümer, der nicht im Dorf wohnte, am nächtlichen Stundenschlagen und der Lautstärke des Klangs. Sie minderten den Wert der Liegenschaft, argumentierte der Besitzer. Es wurden Messungen durchgeführt, die laut Kirchgemeindepräsident Harald Frauenfelder im Rahmen des Erwartbaren waren. Gemäss Empfehlungen schaltete die Kirchgemeinde in der Folge den Glockenklang in der Nacht ab und verschob das Morgengeläut um eine Stunde.

Wegzug löste Problem nicht

Laut Bericht des «Toggenburger Tagblatts» zog der Hauseigentümer, welcher zu den Messungen Anlass gab, weg. Doch die Probleme blieben. 2018 reichte die Kirchgemeinde das Baugesuch für die Turmsanierung ein. Dagegen wehrte sich ein Anwohner und rekurrierte. Doch der Inhalt des Unmuts hat sich verschoben. Nicht die Lautstärke steht nun grundsätzlich im Fokus, sondern die Klangqualität der Glocken. 

Mehr Harmonie in Aussicht gestellt

Ein Gutachten des GlockenherstellersRüetschi in Aarau zeigte in der Folge Möglichkeiten der Klangverbesserung auf. Der Rekurs des Anwohners wurde schliesslich diesen Sommer abgelehnt. In der Begründung beschreibt der Gemeinderat den Glockenklang aber «als nicht mehr ideal». Der Rekurrent ergriff keine weiteren Rechtsmittel mehr, sodass die Sanierung rechtskräftig wurde, ihr nichts mehr im Weg steht. Laut Frauenfelder soll es im Frühling losgehen. Und gleich danach mache sich die Kirchgemeinde an die Verbesserung der Klangqualität, verspricht er. Das Gutachten soll der Kirchbürgerschaft 2022 unterbreitet werden.

Text: Katharina Meier | Foto: Pixabay – Kirchenbote SG, Dezember 2020


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Anja Knöpfli erfasst am 20.11 2021 20:59

Taufbestätigung

Die Kantonalkirche ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (Abgekürzt EKS). Diese empfiehlt allen Kantonalkirchen die Taufbestätigung oder Taufferinnerung zu feiern (Kap. 4.4 in der eigenen EKS Broschüre Tsufe in evangelischer Perspektive). Es ist eine Amtshandlung sogar in der Evangelischen Landeskirche Thurgau. https://eks.marc.beta.cubetech.ch/wp-content/uploads/2019/11/biblische_aspekte_taufe_de.pdf Leider wurde mir aber die Taufbestätigung schon verweigert n der Kantonalkirche St.Gallen von einem Pfarrer dieser, da ich Bisexuell bin und es wurde kein Stellvertreter organisiert! Leider hast du anders als im Thurgau kein Recht darauf, da es nicht in der Kirchenordnung von St.Gallen vorkommt! Wer Taufbestätigung auch kennt ist die überregionale Metal Church!

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


Was denken Sie dazu? Diskutieren Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote führt neu einen Blog! Haben Sie zu unseren Themen etwas erlebt, eine Erkenntnis gewonnen? Diskutieren Sie mit!


Zauberklang der Dinge – Niklaus Meienberg  | Artikel

«Eigentlich bin ich mir längst abgestorben, ich tu nur noch so als ob - Atem holen, die leidige Gewohnheit hängt mir zum Hals heraus!» Mit diesem Satz beginnt das Gedicht «Rivers of Babylon» von Niklaus Meienberg. Dieser Text steht im Zentrum der neuen Folge 25 von Zauberklang der Dinge. Schauspieler Peter Rinderknecht singt uns diese Worte. Das Lied «This body is a rose», nach einem Text des Mystikers Dschallalu din Rumi, gesungen von Barbara Balzan, bildet gleichsam einen Kontrapunkt.