Logo
Kirche

Basel

Kirchen schaffen Beratungsangebot für Long-Covid-Betroffene

14.04.2021
Manche Menschen leiden noch Monate nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus an Symptomen. Für sie und ihre Angehörigen gibt es in Basel-Stadt nun eine neue Anlaufstelle.

Erschöpfung, Muskelschwäche, aber auch Depressionen oder Schlafstörungen: Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, leidet manchmal noch Monate nach der eigentlichen Krankheit an Symptomen. Wie häufig die auch Long-Covid genannten Langzeitfolgen auftreten, ist derzeit wegen der Datenlage noch schwierig zu beurteilen. Manche Experten wie etwa der deutsche Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach warnen aber schon länger vor dem Phänomen – und einem Unterschätzen der Situation.

Seelsorge für Betroffene und Angehörige
Mehr Aufmerksamkeit widmen wollen dem Thema nun die christlichen Kirchen in Basel-Stadt. Sie lancieren ein Beratungsangebot für Betroffene und ihre Angehörigen. Dieses ist dem «Begegnungszentrum Cura» des Claraspitals angegliedert, wie einer Medienmitteilung vom 13. April zu entnehmen ist. Das Claraspital baut die medizinische und psychosoziale Long-Covid-Beratung in der Region auf.

Das Angebot besteht demnach aus einer wöchentlichen, zwei Stunden dauernden Sprechstunde im Zentrum Cura. Dort sollen Seelsorgende «für existenzielle und spirituelle Themen» zur Verfügung stehen, wie es in der Mitteilung heisst. Darüber hinaus seien sie auch per Telefon ansprechbar und machten bei Bedarf Hausbesuche. «Wir richten uns damit an Betroffene, aber auch an Angehörige, an Trauernde, Traurige oder Empörte», wird Gerhard Gerster, reformierter Seelsorger und Beauftragter für mobile Palliative Care, zitiert.

«Die Langzeitfolgen von Covid-19 werden immer noch unterschätzt, deshalb fühlen sich Betroffene oft alleine gelassen und nicht verstanden», so die katholische Seelsorgerin Valeria Hengartner. «Als Seelsorgerinnen können wir Betroffene entlasten, begleiten und mit ihnen neue Perspektiven entwickeln.»

Das Angebot ist kostenlos und wurde von der Evangelisch-reformierten Kirche, der Römisch-Katholischen Kirche und der Christkatholischen Kirche des Kantons Basel-Stadt ins Leben gerufen.

ref.ch/vbu


KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Mitreden!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie. 

 


Wiborada – Kirchenschätze in St. Georg  | Artikel

Seit Freitag, 30. April können in der katholischen Kirche in St.Georgen, St.Gallen, acht Stationen zur Verehrung der Wiborada besucht werden. Man erfährt viel über Wiborada und ihre Frömmigkeit, dazwischen Variationen zum Wiborada-Hymnus mit der Orgel von Sebastian Bausch. Hier geht es zur online-Führung, aufgenommen von Andreas Schwendener. 


Vom Zauberklang der Dinge!  | Artikel

In der Folge 18 des «Zauberklangs der Dinge» des Musikers Peter Roth kann erlebt werden, wie in den Wasserklangbildern von Alexander Lauterwasser sich alle diese Dimensionen menschlicher Existenz begegnen: Das Wasser antwortet auf den Klang der Obertöne mit Schwingungsmustern, in denen wir auf wundersame Weise die Formen der sichtbaren Strukturen in der Natur von der Zelle bis zur Galaxie erkennen können.


Podcast: Oh Gott, ich hätte da mal eine Frage!  | Artikel

Ein hinterfragender Podcast über Religion, Glaube, Kirche sowie Gott und die Welt. Isabelle Tschugmall stellt seichte, tiefsinnige und kritische Fragen jeweils den Pfarrpersonen der Kirchgemeinden von Rapperswil-Jona, Weesen-Amden-Riet sowie Uznach und Umgebung. Die Fragen werden von neugierigen Personen via Webseite oder E-Mail eingereicht. Die Idee ist, dass wir den Gemeindemitgliedern einen Zugang zur Kirche und den Pfarrpersonen geben. Ein interaktives Werkzeug resp. Kanal für offene Fragen entsteht.