Logo
Spiritualität

Global glücklicher

25.05.2021
Wir streben danach, nehmen es aber oft erst wahr, wenn es vorbeigezogen ist: Glück. Als Einstieg zum Fokusthema Glück spricht Nadja Buser, Ausstellungsmacherin bei Helvetas, über persönliches, globales und nachhaltiges Glück.

Was macht uns glücklich? Auf diese Frage hat Nadja Buser von der Entwicklungsorganisation Helvetas viele Antworten. Für die Ausstellung «Global Happiness» hat sie Menschen aus verschiedenen Ländern zum Thema Glück befragt. Es zeigen sich kulturelle Unterschiede: «Während wir in der Schweiz durch Selbstoptimierung nach möglichst viel Glück streben, möchten Menschen im chinesischen Raum tendenziell lieber nicht allzu glücklich sein. Aus Angst, dass auf grosses Glück grosses Unglück folgt», sagt Buser. In Peru gibt es die ethnische Gemeinschaft Urarina, deren Begriff für Glück übersetzt «Es passiert nie etwas» lautet. Nadja Buser erläutert: «In der Schweiz rennen wir allem hinterher, suchen die Abwechslung.» Dass Geruhsamkeit glücklich macht, findet sie sehr inspirierend.

Hilfsbereitschaft macht glücklich
Es gebe Faktoren, die global alle Menschen glücklich machen: die persönliche Lebenssituation, eine möglichst intakte ökologische Umgebung, ein gutes soziales Netzwerk sowie ein gewalt- und kriegsfreies Umfeld. Ab einem bestimmten Einkommen würden weder Konsumgüter noch Geld zum Glück beitragen, sondern etwa freundschaftliche Beziehungen oder genug Zeit für «Flow-Erlebnisse». Dies sind Tätigkeiten, die man gut und gerne macht. «Das kann ein Hobby oder im Idealfall der Beruf sein», sagt Nadja Buser. Eine optimistische Einstellung wie auch Dankbarkeit oder Resilienz könnten zum persönlichen Glück beitragen. Auch Hilfsbereitschaft mache glücklich.

Dankbarkeit verhilft zu Glück
Bei der Ausstellung «Global Happiness» geht es um globales, nachhaltiges Glück. Ausgangspunkt ist die Aussage der kanadischen Professorin Catherine O’Brien: «Nachhaltiges Glück ist Glück, das sowohl zu persönlichem als auch zu gemeinschaftlichem und globalem Wohlbefinden beiträgt und weder andere Menschen noch die Umwelt oder kommende Generationen schädigt.» Wenn also die Schweizer Bevölkerung nachhaltiger lebe, ihren ökologischen Fussabdruck verkleinere und sich für gut funktionierende Strukturen in Ländern des Südens einsetze, trage dies zum Glück und Wohlbefinden der Menschen vor Ort bei, sagt Buser. Parallelen zum globalen Glück sind auch in der Bibel in den Seligpreisungen der Bergpredigt nach Matthäus zu finden. «Begriffe wie Gerechtigkeit, Dankbarkeit, Hilfsbereitschaft und nicht zuletzt Frieden können 1:1 übernommen werden.»

Infos zur Ausstellung: www.globalhappiness.ch

(Claudia Koch)

 

Mehr zum Thema Glück:

- Alexander Hunziker weiss, was glücklich macht
- Andreas Krafft betont die Kraft des Glaubens
- Stefan Braun will das Glück im Thurgau fördern

Glücks-Häppchen


Glücksbegriff. «Glück» stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bezieht sich auf den günstigen Ausgang eines Ereignisses. In anderen Sprachen wird begrifflich zwischen «Glück haben» und «glücklich sein» unterschieden.

Glückskurs. Die Entwicklungsorganisation Helvetas hat einen Online-Glückskurs entwickelt. In fünf abwechslungsreichen Lektionen können Interessierte dem Glück auf die Spur kommen. helvetas.org/glueckskurs

Glücksstelle. Im Thurgau gibt es seit 2014 eine Meldestelle für Glücksmomente. Die Idee stammt von Mark Riklin. Das Ziel: Ein Gegengewicht zu den dominanten «bad news» schaffen. meldestellefuergluecksmomente-tg.ch


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Zwischen Zebra und Löwe  | Artikel

An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kiche des Kantons St. Gallen.


«Pilger»  | Artikel

Mit dem Lied «Mariam Matrem», vorgetragen vom «Pilgerprojektchor Inscriptum», erleben wir in diesem kurzen Trailer die «Pilger» des Künstler Johann Kralewski, wie sie in der Offenen Kirche St.Gallen auf das Graffiti «des offenen Himmels» von Stefan Tschirren blicken und sich in die Kirche St.Mangen bewegen - am 24.9.2021. Leitung des Projektchors: Walter Raschle. Clip: Andreas Schwendener

Umzug in die Kirche St. Mangen in voller Länge (38 Minuten).


«Unser Vater» - Lied aus der St. Johanner Jodelmesse  | Artikel

«Unser Vater» ist das kürzeste und einfachste Lied, das Peter Roth je geschrieben hat. Das im Dialekt gesungene Gebet ist ein zentraler Teil der lateinischen St. Johanner Jodelmesse. In dieser Folge spricht Peter zudem über die Beziehung zu seinem eigenen Vater und was Männlichkeit für ihn in Bezug auf seine Kreativität als Komponist bedeutet.


Bloggen Sie mit!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie.