Logo
Leben & Glauben

Konfirmation in der Pandemie

Konfirmation - normal?

31.05.2021
„Nun sag’, wie hast du’s mit der Religion?“ fragt Gretchen den Faust und redet ihm damit ins Gewissen. Nun diese Gretchenfrage müssten wir wohl in diesen Zeiten anders stellen. „Wie hast du es mit der Konfirmation?“

Seit nunmehr 1 ½ Jahren ist es nicht mehr nur die Frage nach dem Glauben und der Religion, der Kirche und der Entscheidung zu ihr, sondern vielmehr, wie das beliebte Familienfest überhaupt durchziehen. Und wie überhaupt dorthin kommen, ohne jede Art von Kirchenordnung und Unterrichtsplanung zu ignorieren. 

Zwei Jahrgänge sind unmittelbar betroffen. Das fängt mit dem Unterricht an. In der Glarner Kirchenlandschaft wird vielfach in Projekten gearbeitet, bei denen sich Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden anmelden können. Es ist ja viel schöner mit vielen als in kleinen Gruppen. 2020 und 2021 hätte dagegen leider Einzelunterricht Sinn gemacht. Es wurde unentwegt abgesagt, verschoben, verändert. Das kann durchaus kreative Züge haben, aber irgendwann ist jede Phantasie dann dem Virus doch zum Opfer gefallen. Keine Ausflüge, wenn Unterricht, dann mit Abstand, manch ein Konflager wurde abgesagt. Dazu Punktesammeln, wo nichts zu sammeln war. 

Um Konfirmation feiern zu können, hiess es plötzlich nicht mehr, einen coolen Gottesdienst vorbereiten, sondern auf Fallzahlen zu schielen und auf BAG Beschlüsse zu warten. Wie ein Konfgottesdienst gefeiert werden kann mit einer maximalen Zahl von 50 Menschen im Raum, blieb schleierhaft. Gruppen wurden aufgeteilt, Familien angehalten mit möglichst wenig Personen zu erscheinen, die Gottesdienste entgegen jeder kirchlichen Lehre als geschlossene Gesellschaft angekündigt. Von einer Familienfeier im Anschluss, etwa mit einem Restaurantbesuch ganz zu schweigen. 

Das alles gehört hoffentlich bald der Vergangenheit an und es bliebt zu hoffen, dass die jungen Menschen trotzdem gerne auf ihre Konfzeit zurückblicken. Die Kirchgemeinden haben ihr bestes gegeben, um es irgendwie passend zu machen. 

Von Dagmar Doll


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Maurer Charlotte erfasst am 06.01 2020 09:13

Erwachseme Taufe

Ein lieber Freund, der sich inzwischen sehr mit Gott verbunden hat, möchte eine Erwachsenen Taufe. Er ist als Kind reformiert getauft. Bitte können Sie uns da helfen?

Kommentar erstellen
KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Mitreden!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie. 

 


Wie die Graffiti an der Offenen Kirche St.Gallen entstanden  | Artikel

Am 11. Juni jährt sich zum 5. Mal die Vernissage «Weltoffen» zum Graffiti an der Offenen Kirche. Hier ein «Jubiläums-Video», zusammengeschnitten aus Filmarbeiten von Filmemacher Zeno Georgiou aus dem Jahr 2016. Theodor Pindl, Intendant der Offenen Kirche, spricht zur Entstehung und Bedeutung des markanten Graffiti, das in St. Gallen inzwischen wohl alle kennen, aber bald verschwinden wird – wegen Abbruch der Kirche.


(K)ein Spaziergang – Wirtschaft ist Care  | Artikel

Die siebte schweizerische Frauensynode erscheint im coronakonformen Gewand. Sie diskutiert mit dem Stationenweg »Wirtschaft ist Care - (K)ein Spaziergang» ein enkelinnentaugliches Wirtschaftsverständnis. Der Rundgang kann in Sursee individuell begangen oder bis Oktober 2021 von Gruppen gebucht werden. Die dazugehörige Broschüre dient als Wegleitung zu insgesamt 15 Stationen, an denen Aspekte menschlicher Bedürftigkeit und damit des Wirtschaftens behandelt werden. Sie kann als  pdf-Datei heruntergeladen werden.

Zusammen mit der Comic-Broschüre und dem Erklärfilm zu «Wirtschaft ist Care» stehen nun Grundlagen und Anregungen für die Umsetzung zur Verfügung, damit engagierte Menschen auch an anderen Orten ihren eigenständigen Rundgang einrichten können.


Im Singen bin ich im Jetzt!  | Artikel

Die beiden Jodlerinnen Annelies Huser-Ammann und Doris Bühler-Ammann singen den «Bergjodel» mit Begleitung von Geige, Cello, Hackbrett. Die Kombination mit Aufnahmen aus dem Requiem-Konzert im Grossmünster Zürich zeigen eindrücklich, wie uns der Klang der eigenen Stimme in die Erfahrung zeitloser Präsenz bringen kann. Im Singen sind wir selber Instrument und unser Körper wird zum ungeteilten Resonanzraum. Beim Film handelt es sich um die 20. Folge aus der Reihe «Zauberklang der Dinge» von Peter Roth.