Logo
Gesellschaft

Bundesrat

Ausnahme für Kirchen bei Zertifikatspflicht

09.09.2021
Der Bundesrat verschärft die Coronamassnahmen. So gilt neu eine Zertifikatspflicht für Restaurants sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Auch Arbeitgeber dürfen ein Zertifikat verlangen. Für religiöse Veranstaltungen gelten Ausnahmen.

Weil die Zahl von Coronainfizierten weiterhin hoch ist, weitet der Bundesrat die Zertifikatspflicht aus, wie er an einer Medienkonferenz vom 8. September bekannt gegeben hat. So muss neu in Innenräumen von Restaurants sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen das Zertifikat vorgewiesen werden, das eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test bestätigt. Auch Veranstaltungen im Innern, wie Konzerte, Kino oder Sportevents fallen unter die Zertifikatspflicht. Zudem können nun auch Arbeitgeber ein Zertifikat verlangen.

Eine Ausnahme macht der Bundesrat für religiöse Veranstaltungen bis maximal 50 Personen. Dafür brauchen Besucher kein Zertifikat. Es müssen aber Schutzmassnahmen eingehalten werden. Gleiches gilt für politische Veranstaltungen, Selbsthilfegruppen und für Gruppen bis zu 30 Personen, die regelmässig zusammenkommen.

Dank für die Ausnahme

Die Ausnahme für die Kirchen hat der Bundesrat nach der Konsultation mit verschiedenen Akteuren beschlossen. Dies sei das Resultat ihrer Bemühungen, schreiben die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) und die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) in einer Medienmitteilung. Sie danken darin dem Bundesrat für die Spezialbestimmungen und betonen, ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten zu wollen.

Die Landeskirchen kritisieren aber, dass Abdankungen und andere Bestattungsrituale nicht generell von einer Zertifikatspflicht ausgenommen sind. Diese werden wie Gottesdienste behandelt. Es dürfen also nur 50 Personen ohne Zertifikat teilnehmen. Doch die Abdankungen und Bestattungsrituale seien «ein wesentliches Element der persönlichen und gesellschaftlichen Bewältigung von Krisensituationen». Die Landeskirchen wollen sich deshalb weiterhin beim Bundesrat für eine Ausnahme bei den Abdankungen einsetzen.

Gültigkeit bis nächstes Jahr
Die Ausweitung der Zertifikatspflicht ist bis zum 24. Januar 2022 vorgesehen. Falls sich die epidemiologische Lage vorher verbessert, kann die Zertifikatspflicht vorher aufgehoben werden. mos, ref.ch


KIRCHENBOTE E-PAPER

Alle Kirchenboten ab 2002 zum Lesen, Suchen und Herunterladen...

Mitreden!  | Artikel

Der Kirchenbote hat neu einen Blog. Reden Sie mit, schauen Sie herein. Es warten spannende Themen auf Sie. 

 


Neues Graffiti – «Michelangelo» in der offenen Kirche St. Gallen  | Artikel

Für die Installation «Die Pilger» von Johann Kralewski Ende August in der offenen Kirche St.Gallen entsteht an der Kuppel der Kirche ein neues Graffiti. Hier erste Einblicke vom 26. Juli 2021 in das entsthende Werk von Graffiti-Künstler Stefan Tschirren und Erklärungen dazu vom Intendanten Theodor Pindl. Ein ausführliches Interview mit dem Künstler sowie dem Intendanten können Sie hier verfolgen. Beide Clips stammen von Andreas Schwendener. 


(K)ein Spaziergang – Wirtschaft ist Care  | Artikel

Die siebte schweizerische Frauensynode erscheint im coronakonformen Gewand. Sie diskutiert mit dem Stationenweg »Wirtschaft ist Care - (K)ein Spaziergang» ein enkelinnentaugliches Wirtschaftsverständnis. Der Rundgang kann in Sursee individuell begangen oder bis Oktober 2021 von Gruppen gebucht werden. Die dazugehörige Broschüre dient als Wegleitung zu insgesamt 15 Stationen, an denen Aspekte menschlicher Bedürftigkeit und damit des Wirtschaftens behandelt werden. Sie kann als  pdf-Datei heruntergeladen werden.

Zusammen mit der Comic-Broschüre und dem Erklärfilm zu «Wirtschaft ist Care» stehen nun Grundlagen und Anregungen für die Umsetzung zur Verfügung, damit engagierte Menschen auch an anderen Orten ihren eigenständigen Rundgang einrichten können.


Alles Leben ist heilig!  | Artikel

Gemeinsam mit Peter Roth begleiten wir den Hotelier Roland Stump aus Wildhaus in sein alpines Jagdrevier am Toggenburger Altmann. Bis auf wenige Meter nähern wir uns einer dort lebenden Herde von Steinböcken. Ehrfürchtig spricht Roland über das Wesen dieser Tiere, zu denen er über das Jahr hinweg eine enge Beziehung aufbaut. "Auch wenn ich selbst nicht fähig wäre ein Lebewesen zu schiessen, macht mir die achtsame und auf das Ganze gerichtete Haltung von Roland tiefen Eindruck", sagt Peter Roth. Ferdinand Rauber spielt auf einem Felseninstrument Didgeridoo und das Chorprojekt St. Gallen singt Texte aus der Rede des Häuptlings Seattle.. Beim Film handelt es sich um die 21. Folge aus der Reihe «Zauberklang der Dinge» von Peter Roth.