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Kirche

Kirche an der Olma

Maria und Josef zwischen Eisbär und Zebra

10.10.2021
An der St. Galler Olma kann man sich hinter einer Krippe fotografieren lassen – umgeben von exotischen Tieren. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt die reformierte Kirche des Kantons St. Gallen.

Wer sich an der Olma an Viehschauen, Bratwurstständen und Haushaltsgeräten vorbeigekämpft hat, erblickt einen Ort der Idylle: einen Stall mit einer Krippe, darüber der Stern von Bethlehem. Doch die Idylle trügt: Von rechts galoppiert ein Zebra ins Bild, neben der Krippe fletscht ein Löwe mit den Zähnen und von hinten bahnt sich ein Eisbär den Weg durch Stechpalmen – alles in Lebensgrösse.

Die Weihnachtskrippe an der Olma wird betrieben von der reformierten Kirche des Kantons St. Gallen. Wer mutig ist und sich zwischen die ausgestopften Tiere hinter die Krippe setzt, kann ein Bild von sich machen lassen. «Später erhält man dann zehn Karten mit seinem eigenen Bild zugeschickt – als Weihnachtskärtchen für Freunde und Verwandte», sagt Andreas Ackermann, Kommunikationsbeauftragter der St. Galler Kirche.

Abendmahl machte Schlagzeilen
Betreut wird der Olma-Stand mehrheitlich von Freiwilligen. Eine von ihnen ist Meta Engler aus Ebnat-Kappel. Die ehemalige Religionslehrerin hat schon bei mehreren Olma-Auftritten der St. Galler Kirche mitgeholfen. Schlagzeilen machte der Auftritt vor zwei Jahren, wo sich die Messebesucherinnen und -besucher an den Abendmahlstisch setzten und so das Gemälde von Leonardo da Vinci neu inszenierten. Das Echo war überwältigend. Rund 70'000 Male sei die Homepage mit den Bildern abgerufen worden, sagt Ackermann.

Auch dieses Jahr läuft die Aktion gut an. «Bis jetzt machen wir etwa 60 Bilder täglich», zieht Ackermann Zwischenbilanz. Vor allem bei Kindern stosse die Krippe auf reges Interesse, ergänzt Engler, während sich drei junge Frauen kichernd zwischen die Tiere setzen. Wissen sie schon, wer ihre Weihnachtskarte bekommt? «Mein Mami», kommt die Antwort ohne zu zögern.

Keine Tiere im Original
Tiere bei der Krippe kennt die Original-Weihnachtsgeschichte übrigens weder im Lukas- noch im Matthäusevangelium: Da gibt es keinen Eisbär und kein Zebra, aber auch keinen Ochs und keinen Esel. Letztere stammen aus einem Vers im alttestamentlichen Buch Jesaja, der später auf die Weihnachtsgeschichte hin ausgelegt wurde.

Stefan Degen, kirchenbote-online

Die Olma dauert noch bis zum 17. Oktober. Der Stand der reformierten Kirche befindet sich in der Halle 3.0. Die Bilder der Krippe sind unter www.ref-sg.ch/krippe einsehbar.


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