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Kirche

Gottesdiensttafel: förderlich oder veraltet?

20.10.2021
Die Hinweistafel «Gottesdienst» ist in der Signalisationsverordnung verankert und gilt als Informationshinweis. Immer weniger Kirchgemeinden sehen jedoch noch eine Werbewirkung darin und entfernen sie. Andere setzen die Tafel gezielt als Teil der Kommunikation ein.

Die blaue Gottesdiensttafel war früher entlang der Hauptstrassen im Kanton Thurgau an den meisten Ortseingängen anzutreffen. Darauf waren die Anfangszeiten der üblichen evangelischen und katholischen Gottesdienste ersichtlich. Als der Bund im Jahr 2010 die Signalisationsverordnung entrümpeln wollte, hat er im ersten Entwurf vorgeschlagen, dass die Hinweistafel «Gottesdienst » an den Ortseingängen nicht mehr im «Sortiment» geführt werden sollte.

Doch die Abschaffung der blauen Hinweistafel ist insbesondere bei Kirchenvertretern in den Tourismusregionen auf Widerstand gestossen. So findet sich die Tafel «Gottesdienst» im Artikel 62 der Signalisationsverordnung weiterhin in bunter Gesellschaft mit «Zeltplatz, Wohnwagenplatz, Telefon oder Erste Hilfe».

Tafel markiert Präsenz
Vor drei Jahren wurde in Bischofszell eine Gottesdiensttafel wegen eines Bauprojekts verschoben. Statt diese ganz zu entfernen, fand man eine gute Lösung, indem die Tafel an einem bestehenden Kandelaber montiert wurde. Auf dieser Tafel sind die evangelischen Gottesdienstzeiten und die Internetadresse der lokalen Kirchgemeinde zu sehen.

Das hängt laut dem damaligen Präsidenten der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell- Hauptwil, Roman Salzmann, damit zusammen: «Wir haben entschieden, dass eine solche Tafel, die sogar gesetzlich ermöglicht wird, durchaus eine Möglichkeit ist, um als Kirche im Ort Präsenz zu markieren.»

Es sei ihm jedoch bewusst, sagt der Kommunikationsfachmann, dass diese Tafel allein nicht die grossen Mengen an Gottesdienstbesuchenden auslöst – indes: «Es ist ein Mosaikstein im Kommunikationsmix, den man aufgrund der privilegierten Lagen an den Ortseingängen nicht einfach aufgeben darf.»

Zeiten und Orte variieren
Dass in den letzten Jahrzehnten viele Hinweistafeln an den meisten Hauptstrassen verschwunden sind, beobachtet auch Ernst Ritzi, Aktuar des Evangelischen Kirchenrates des Kantons Thurgau. «Inhaltlich besteht die Schwierigkeit der wechselnden Gottesdienstzeiten und -orte.

Im Zeitalter von Internet und Social Media hat eine Hinweistafel an der Strasse wohl an Bedeutung verloren. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Tafel durch einen Hinweis auf die Internet-Adresse neu belebt werden könnte», sagt Ritzi.

Weitere Statements von Präsidentinnen und Präsidenten evangelischer Kirchenvorsteherschaften zu den Gottesdiensttafeln.

 

(Jana Grütter)


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Anja Knöpfli erfasst am 20.11 2021 20:59

Taufbestätigung

Die Kantonalkirche ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (Abgekürzt EKS). Diese empfiehlt allen Kantonalkirchen die Taufbestätigung oder Taufferinnerung zu feiern (Kap. 4.4 in der eigenen EKS Broschüre Tsufe in evangelischer Perspektive). Es ist eine Amtshandlung sogar in der Evangelischen Landeskirche Thurgau. https://eks.marc.beta.cubetech.ch/wp-content/uploads/2019/11/biblische_aspekte_taufe_de.pdf Leider wurde mir aber die Taufbestätigung schon verweigert n der Kantonalkirche St.Gallen von einem Pfarrer dieser, da ich Bisexuell bin und es wurde kein Stellvertreter organisiert! Leider hast du anders als im Thurgau kein Recht darauf, da es nicht in der Kirchenordnung von St.Gallen vorkommt! Wer Taufbestätigung auch kennt ist die überregionale Metal Church!

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