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Leben & Glauben

Solidarisch sein, Suppe essen

GRABS. Im ganzen Kanton gibts Suppenzmittage, seit 1984 auch in Grabs. Einer, der diese Suppe seit Jahren kocht, ist Jean-Daniel Ney, von 1985 bis 2002 Mitglied der Vorsteherschaft.

In Kontakt mit «Brot für alle» (Bfa) kam Ney 1966 in Orbe VD, wo er aufgewachsen ist. Nach seinem beruflich bedingten Umzug in die Ostschweiz engagierte er sich bald einmal in der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams. «Ich war sozusagen der Tradition verpflichtet, auch in Grabs», sagt der kürzlich 70 Gewordene. Aus dieser Arbeit heraus ist dann auch der «Brot für alle»-Laden entstanden, der heute «Weltladen Grabs» heisst, im vergangenen Jahr das 20-Jahr-Jubiläum feiern konnte und seit diesem Jahr sein Domizil im neuen Kirchgemeindehaus gleich neben der Grabser Kirche hat. Der Mitbegründer Ney ist «noch» für die ­Finanzen zuständig und hilft als Verkäufer aus.

Dankbarkeit zeigen

Nun aber gilt es, den Fokus auf den Start der «Brot für alle»-Aktion zu legen. Aus all den gespendeten Zutaten bereitet Ney bei sich zuhause so viel Suppe vor, dass zwischen 80 und 150 Personen satt werden. «Ohne ein Telefon kommt zudem auch genug für das Dessertbuffet zusammen», freut sich Ney. Miteinander essen und sich solidarisch zeigen mit Menschen, denen es nicht so gut geht, dafür stehen er und die vielen Freiwilligen, «und so Dankbarkeit zeigen, dass wir es in der Schweiz gut haben, das ist meine Art, den Ärmeren etwas zurückzugeben». Und er freut sich noch auf etwas: Im neuen Kirchgemeindehaus gibt es eine Geschirrspülmaschine. «Obwohl», so Ney, «am Ende gemeinsam Abwaschen hat durchaus Spass gemacht und das Zusammengehörigkeitsgefühl nur noch mehr gestärkt.»

Ökumenische Suppenmittage

Die «Brot für alle»-Aktion in Grabs beginnt mit dem Gottesdienst am Sonntag, 14. Februar, um 9.30 Uhr. Suppe gibts dann so ab 11.30 Uhr. Danach trifft man sich freitags am 19. und 26. Februar sowie am 4., 11. und 18. März ab 12 Uhr zum ökumenischen Suppenzmittag, ebenfalls im Kirchgemeindehaus. Gekocht wird diese Suppe aber in der Küche des Altersheims Stütlihus.

Foto und Text: Reto Neurauter, Kirchenbote SG, Februar 2016


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