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Gesellschaft

Zeit schenken, da sein

25.02.2022
Sie schenken Zeit, lesen vor, hören zu, sind einfach da: Die Freiwilligen von Hospiz Toggenburg-Neckertal (HTN) begleiten Menschen am Lebensende und wollen damit auch die Angehörigen entlasten.

So spielt sich denn diese kostenlose Arbeit, das Dasein für andere, meist im Hintergrund ab, dergestalt, dass die Organisation von Hospiz Toggenburg-Neckertal schnell in Vergessenheit gerät. «Wohl wissen die sozialen Einrichtungen, dass sie auf uns verweisen können. Hingegen ist vielen Privatpersonen heute noch nicht bewusst, dass es diese Gruppe gibt», sagt die Vereinspräsidentin Fränzi Niebecker aus Mosnang. Dies erschwere oft – wie derzeit – auch die Suche nach neuen Freiwilligen. 

Hilfe vom evangelischen Verein

Gegründet wurde die Hospizgruppe 2009. Dank grosszügiger Anstossfinanzierung durch den evangelischen Verein für diakonische Aufgaben Toggenburg konnten die anfallenden Kosten des Vereins gedeckt werden. Im Vorstand vertreten sind zwingend Personen aus der Pflege, Sozialarbeit, Medizin und Seelsorge. Derzeit nimmt von reformierter Seite Pfarrer Anselm Leser der Kirchgemeinde Unteres Toggenburg Einsitz. «Unsere Hospizarbeit gründet auf der Überzeugung, dass bei Menschen, die sich in der letzten Lebensphase befinden, ein starkes Bedürfnis nach Begleitung und Geborgenheit besteht», sagt er. Dies belegen auch die Zahlen: Im Gründungsjahr registrierte der Verein 76 Einsätze mit total 651 Stunden Begleitung, 2019 waren es 143 Einsätze mit 755 Stunden Dasein. 2020 wurde pandemiebedingt die Dienstleistung massiv weniger genutzt.

Keine Freitodbegleitung

Die Hospizgruppe Toggenburg-Neckertal hat kein Hospiz, also eine fixe Pflegeeinrichtung für die letzten Tag. «Die Freiwilligen besuchen und begleiten die schwer kranken und sterbenden Menschen am Tag oder in der Nacht zu Hause oder in den Institutionen, stehen zur Seite, entlasten so Angehörige und Fachkräfte, helfen mittragen», erklärt die Präsidentin. Das Schenken von Zeit stehe im Mittelpunkt. «Wir übernehmen keine hauswirtschaftlichen Aufgaben, auch machen wir keine Freitodbegleitung.» Hingegen verrichten die Freiwilligen einfache pflegerische Handgriffe wie Mundpflege, geben zu trinken oder positionieren richtig. «Wir sind überzeugt, dass es eine Bereicherung sein kann, wenn ein schwieriger, prägender Lebensabschnitt kurz vor dem Tod nicht alleine getragen werden muss», so Anselm Leser. «Unser Angebot – das für den ganzen Wahlkreis Toggenburg gilt – verstehen wir als Ergänzung zu anderen Organisationen und Institutionen.»

Text: Katharina Meier | Foto: Pixabay – Kirchenbote SG, März 2022

hospiz-toggenburg-neckertal.ch


Von roundabout SG-APP (Rahel Schwarz) erfasst am 14.09 2018 11:50

Danke!

Vielen Dank für die Veröffentlichung des Artikels. Wir freuen uns über jedes interessierte Mädchen, über neue Partnerorganisationen oder Workshop-Anfragen. Freundliche Grüsse Rahel Schwarz kantonale Leiterin roundabout SG-APP

Von Anja Knöpfli erfasst am 20.11 2021 20:59

Taufbestätigung

Die Kantonalkirche ist Teil der Evangelisch-Reformierten Kirche Schweiz (Abgekürzt EKS). Diese empfiehlt allen Kantonalkirchen die Taufbestätigung oder Taufferinnerung zu feiern (Kap. 4.4 in der eigenen EKS Broschüre Tsufe in evangelischer Perspektive). Es ist eine Amtshandlung sogar in der Evangelischen Landeskirche Thurgau. https://eks.marc.beta.cubetech.ch/wp-content/uploads/2019/11/biblische_aspekte_taufe_de.pdf Leider wurde mir aber die Taufbestätigung schon verweigert n der Kantonalkirche St.Gallen von einem Pfarrer dieser, da ich Bisexuell bin und es wurde kein Stellvertreter organisiert! Leider hast du anders als im Thurgau kein Recht darauf, da es nicht in der Kirchenordnung von St.Gallen vorkommt! Wer Taufbestätigung auch kennt ist die überregionale Metal Church!

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